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Wand mit Hobeln, Zangen und Sägen in einer Werkstatt

Boots- und Schiffbauer: Aufgaben, Meisterpflicht, Ausbildung

Handwerksordnung Anlage A, Nr. 28 · zulassungspflichtig

Was macht ein Bootsbauer?

Boots- und Schiffbauer bauen, reparieren und warten Boote und kleinere Schiffe aus Holz, Kunststoff, Aluminium oder Stahl. Sie fertigen Rümpfe, Decks und Innenausbauten, stellen Masten her und prüfen Technik und Ausrüstung. Bootseigner, Marinas, Werften und Vereine beauftragen sie für Neubau, Umbau, Restaurierung und Winterlager. Auch Wartung und Technik gehören dazu.

Typische Aufgaben

  • Rümpfe und Decks bauen und instand setzen
  • Innenausbau und Ausstattung an Bord fertigen
  • Masten, Spieren und Beschläge herstellen
  • Schäden an Rumpf und Aufbauten reparieren
  • Oberflächen schleifen, lackieren und versiegeln
  • Technische Anlagen und Ausrüstung einbauen
  • Boote für Saison und Winterlager vorbereiten

Wann Sie diesen Betrieb brauchen

Sie brauchen einen Bootsbauer, wenn Ihr Boot nach der Saison gewartet oder überwintert werden soll, ein Rumpf Risse oder Osmoseschäden zeigt, Holzteile faulen oder Aufbauten undicht sind. Auch für Umbauten wie neue Kajüten, Decksausrüstung, Ruderanlagen oder Technik ist der Fachbetrieb gefragt, ebenso für die Restaurierung klassischer Holzboote. Wer ein Boot neu bauen lassen will, bespricht Konstruktion, Material und Zulassungsfragen im Vorfeld. Gewerbliche Kunden sind Marinas, Charterfirmen, Segelschulen, Wassersportvereine, Fischerei und Behörden mit eigenen Fahrzeugen. Die Ausbildung unterscheidet die Fachrichtungen Neu-, Aus- und Umbau sowie Technik. Fragen Sie nach der Spezialisierung, die zu Ihrem Boot und Material passt. Planen Sie Werft- und Winterlagertermine früh, denn viele Betriebe sind im Frühjahr ausgelastet.

Abgrenzung zu anderen Gewerken

Der Bootsbauer baut und repariert Wasserfahrzeuge in allen Werkstoffen. Der Tischler fertigt Möbel und Innenausbau an Land, der Metallbauer Stahl- und Aluminiumkonstruktionen für Gebäude und Anlagen. Karosserie- und Fahrzeugbauer arbeiten an Straßenfahrzeugen, der Kraftfahrzeugtechniker an Pkw und Lkw. Segel, Persenninge und Polster stellt je nach Betrieb der Segelmacher, Sattler oder Raumausstatter her. Elektrik und Motoren an Bord betreut der Betrieb selbst oder zusammen mit Elektro- und Motorenspezialisten. Lackierarbeiten übernimmt häufig der Bootsbauer, es gibt aber auch Fahrzeuglackierer. Fragen Sie im Angebot, welche dieser Leistungen Ihr Betrieb selbst ausführt und welche er zukauft.

Verwandte Gewerke: Tischler, Metallbauer, Karosserie- und Fahrzeugbauer, Kraftfahrzeugtechniker, Raumausstatter

Meisterpflicht und Eintragung

Boots- und Schiffbauer ist ein zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A der Handwerksordnung. Wer einen Betrieb selbständig führen will, muss in die Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer eingetragen sein. In der Regel setzt das die Meisterprüfung oder eine gleichwertige Qualifikation voraus. Bei Rumpf, Rigg und Technik hängt die Sicherheit an Bord von fachgerechter Arbeit ab. Weitere Vorgaben für Zulassung und Betrieb von Wasserfahrzeugen gelten unabhängig davon. Ausnahmen prüft die Kammer im Einzelfall. Das ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.

Ausbildung

AusbildungsberufBootsbauer/Bootsbauerin
Dauer3,5 Jahre
Quellebibb.de

Woran Sie einen seriösen Betrieb erkennen

  • Fragen Sie nach der Eintragung in die Handwerksrolle und danach, mit welchen Werkstoffen und Bootstypen der Betrieb Erfahrung hat.
  • Lassen Sie sich ein schriftliches Angebot mit Arbeitsumfang, Material, Lagergebühren und Terminrahmen geben und verlangen Sie bei Schäden eine Fotodokumentation.
  • Klären Sie, wer Haftung und Versicherung während der Liegezeit in der Werkstatt oder Halle übernimmt und wie Abnahme und Probefahrt ablaufen.

Häufige Fragen

Ist Boots- und Schiffbauer meisterpflichtig?

Ja. Boots- und Schiffbauer steht in Anlage A der Handwerksordnung und ist zulassungspflichtig. Für die selbstständige Ausübung ist die Eintragung in die Handwerksrolle nötig, in der Regel mit Meisterbrief.

Was macht ein Bootsbauer?

Boots- und Schiffbauer bauen, reparieren und warten Boote und kleinere Schiffe aus Holz, Kunststoff, Aluminium oder Stahl. Sie fertigen Rümpfe, Decks und Innenausbauten, stellen Masten her und prüfen Technik und Ausrüstung. Bootseigner, Marinas, Werften und Vereine beauftragen sie für Neubau, Umbau, Restaurierung und Winterlager. Auch Wartung und Technik gehören dazu.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung zum Beruf Bootsbauer/Bootsbauerin dauert 3,5 Jahre.

Rechtsgrundlage: Handwerksordnung, Anlage A. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 10/2026.