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Wand mit Hobeln, Zangen und Sägen in einer Werkstatt

Informationstechniker: Aufgaben, Meisterpflicht, Ausbildung

Handwerksordnung Anlage A, Nr. 19 · zulassungspflichtig

Was macht ein Informationstechniker?

Informationstechniker planen, installieren und warten Systeme der Informations- und Kommunikationstechnik. Dazu gehören Netzwerke, Telefonanlagen, Antennen- und Breitbandanlagen sowie Alarm- und Gefahrenmeldeanlagen. Sie richten Geräte ein, binden sie in bestehende Systeme ein und betreuen sie im Betrieb. Beauftragt werden sie von Haushalten, Büros und Betrieben.

Typische Aufgaben

  • Netzwerke und Datenleitungen installieren
  • Telefon- und Kommunikationsanlagen einrichten
  • Antennen-, Satelliten- und Breitbandanlagen montieren
  • Alarm- und Gefahrenmeldeanlagen installieren
  • Büro- und IT-Systeme einrichten und warten
  • Anlagen messen, prüfen und dokumentieren
  • Kunden einweisen und Störungen beheben

Wann Sie diesen Betrieb brauchen

Sie brauchen einen Informationstechniker, wenn ein Netzwerk im Haus oder Büro neu aufgebaut oder erweitert werden soll, eine Telefonanlage ausfällt, der Fernseh- oder Satellitenempfang gestört ist oder eine Alarmanlage oder Videoüberwachung geplant wird. Auch bei Umzügen von Büros, beim Aufbau von WLAN-Strukturen und bei der Anbindung von Gebäuden an Glasfaser ist er ein typischer Ansprechpartner. Gewerbliche Kunden setzen ihn für Praxen, Kanzleien, Handelsbetriebe, Hotels und Industrieobjekte ein, oft mit Wartungsverträgen. Er arbeitet häufig mit Elektrobetrieben und Netzbetreibern zusammen. Klären Sie im Vorfeld, wer die Konfiguration und spätere Betreuung übernimmt und wie Datenschutz und Zugangsdaten geregelt werden. Wer ein Gebäude neu plant, bezieht den Betrieb idealerweise früh ein, damit Leerrohre und Anschlüsse vorgesehen werden.

Abgrenzung zu anderen Gewerken

Der Informationstechniker arbeitet mit Daten-, Kommunikations- und Sicherheitstechnik. Der Elektrotechniker installiert dagegen die allgemeine Stromversorgung, Verteiler und Steckdosen, beide Betriebe stimmen sich bei Neubauten oft ab. Der Elektromaschinenbauer kümmert sich um Motoren und Antriebe. Reine IT-Dienstleister und Systemhäuser betreuen Software und Server, sind aber nicht immer Handwerksbetriebe. Kälteanlagenbauer und Installateure sind für Klima und Heizung zuständig. Die Einbindung von Smart-Home-Systemen kann je nach Aufgabe bei Elektro- oder Informationstechnikern liegen. Fragen Sie im Angebot, welcher Betrieb Leitungen, Geräte, Konfiguration und Dokumentation verantwortet.

Verwandte Gewerke: Elektrotechniker, Elektromaschinenbauer, Kälteanlagenbauer, Installateur und Heizungsbauer

Meisterpflicht und Eintragung

Informationstechniker ist ein zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A der Handwerksordnung. Wer einen Betrieb selbständig führen will, muss in die Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer eingetragen sein. Dafür ist in der Regel die Meisterprüfung oder eine gleichwertige Qualifikation nötig. Das gilt auch für Betriebe, die Alarm- und Kommunikationsanlagen anbieten. Für reine IT-Dienstleistungen ohne handwerkliche Installation gelten andere Regeln. Ausnahmen prüft die Kammer im Einzelfall. Maßgeblich ist, dass der Betriebsleiter die Voraussetzungen der Handwerksordnung erfüllt. Inhaber und Betriebsleiter können verschiedene Personen sein. Das ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.

Ausbildung

AusbildungsberufInformationselektroniker/Informationselektronikerin
Dauer3,5 Jahre
Quellebibb.de

Woran Sie einen seriösen Betrieb erkennen

  • Fragen Sie nach der Eintragung in die Handwerksrolle und nach Erfahrung mit Ihrer Art von Anlage, zum Beispiel Netzwerk, Antenne oder Gefahrenmeldung.
  • Lassen Sie sich ein schriftliches Angebot mit Geräten, Leitungen, Einrichtung, Einweisung und Wartung geben und achten Sie auf eine nachvollziehbare Dokumentation der Anlage.
  • Klären Sie, wie der Betrieb mit Zugangsdaten und Kundendaten umgeht und ob nach der Installation ein Ansprechpartner für Störungen erreichbar ist.
Sicherheit

Arbeiten an Anlagen, die mit Netzspannung verbunden sind, und an Alarm- und Brandmeldetechnik dürfen nur von qualifizierten Fachbetrieben ausgeführt werden. Arbeiten nur durch Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Ist Informationstechniker meisterpflichtig?

Ja. Informationstechniker steht in Anlage A der Handwerksordnung und ist zulassungspflichtig. Für die selbstständige Ausübung ist die Eintragung in die Handwerksrolle nötig, in der Regel mit Meisterbrief.

Was macht ein Informationstechniker?

Informationstechniker planen, installieren und warten Systeme der Informations- und Kommunikationstechnik. Dazu gehören Netzwerke, Telefonanlagen, Antennen- und Breitbandanlagen sowie Alarm- und Gefahrenmeldeanlagen. Sie richten Geräte ein, binden sie in bestehende Systeme ein und betreuen sie im Betrieb. Beauftragt werden sie von Haushalten, Büros und Betrieben.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung zum Beruf Informationselektroniker/Informationselektronikerin dauert 3,5 Jahre.

Rechtsgrundlage: Handwerksordnung, Anlage A. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 10/2026.