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Wand mit Hobeln, Zangen und Sägen in einer Werkstatt

Korb- und Flechtwerkgestalter: Aufgaben, Meisterpflicht, Ausbildung

Handwerksordnung Anlage B Abschnitt 1, Nr. 18 · zulassungsfrei

Was macht ein Korb- und Flechtwerkgestalter?

Korb- und Flechtwerkgestalter fertigen Körbe, Möbel und Zierobjekte aus Weide, Rattan, Peddigrohr und anderen Flechtmaterialien. Sie reparieren Stuhlgeflechte und Strandkörbe und stellen Sonderanfertigungen her. Das Gewerbe ist zulassungsfrei, ein Meisterbrief für den selbständigen Betrieb ist nicht vorgeschrieben. Das Gewerbe ist zulassungsfrei, ein Meisterbrief wird nicht verlangt.

Typische Aufgaben

  • Körbe, Taschen und Behälter flechten
  • Rattan- und Korbmöbel anfertigen oder aufarbeiten
  • Stuhlsitze mit Rohr- oder Wiener Geflecht neu beziehen
  • Strandkörbe und Gartenmöbel reparieren
  • Sichtschutz, Zäune und Rankhilfen aus Weide fertigen
  • Flechtmaterial auswählen, wässern und verarbeiten
  • Dekorative Objekte und Sonderanfertigungen gestalten

Wann Sie diesen Betrieb brauchen

Zum Korbmacher gehen Sie, wenn ein Stuhlsitz durchgesessen ist, ein Korbmöbel beschädigt ist oder ein Flechtobjekt nach Maß entstehen soll. Beliebt sind neue Geflechte für Antiquitäten, Wäschekörbe, Brotkörbe, Gartenmöbel und Weidenzäune. Auch Gastronomie und Hotels nutzen Flechtwaren für Dekoration und Möbel. Klären Sie, welches Material verwendet wird und ob es für den vorgesehenen Einsatzort geeignet ist, zum Beispiel für Innenräume oder den Garten. Bei Reparaturen sollten Sie fragen, ob das Originalgeflecht erhalten oder ersetzt wird und mit welcher Lieferzeit Sie rechnen können. Rechnen Sie bei umfangreichen Aufträgen mit Vorlauf, denn Weide und Rohr müssen sorgfältig vorbereitet und verarbeitet werden. Auch Weidenzäune und Rankhilfen für den Garten werden vom Fachbetrieb gefertigt, die Haltbarkeit hängt von Material, Pflege und Standort ab.

Abgrenzung zu anderen Gewerken

Korb- und Flechtwerkgestalter arbeiten ausschließlich mit Flechttechniken. Tischler und Schreiner fertigen Möbel aus massivem Holz oder Plattenwerkstoffen und beziehen Flechtsitze teils von Spezialisten. Raumausstatter und Polsterer beziehen und füllen Sitzmöbel mit Textil oder Leder. Gartenbaubetriebe pflanzen lebende Weidenzäune und Weidenbauten. Möbelhändler verkaufen Rattanmöbel meist ohne eigene Reparaturwerkstatt. Wenn ein Möbelstück eine tragende Gestellreparatur braucht, ist oft zusätzlich ein Tischler erforderlich. Fragen Sie vor der Abgabe, ob die Reparatur komplett aus einer Hand erfolgt. Wer selbst flechten möchte, findet in Volkshochschulen und Vereinen Kurse. Für Auftragsarbeiten bleibt der Fachbetrieb die erste Anlaufstelle. Wer Flechtwerk selbst herstellen möchte, findet Kurse und Anleitungen. Für Auftragsarbeiten und Reparaturen bleibt der Fachbetrieb der richtige Ansprechpartner, besonders bei wertvollen Möbeln oder historischen Stücken.

Verwandte Gewerke: Tischler und Schreiner, Raumausstatter und Polsterer, Sattler und Feintäschner, Holzbildhauer

Meisterpflicht und Eintragung

Das Gewerbe Korb- und Flechtwerkgestalter gehört zu den zulassungsfreien Handwerken nach Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung. Ein Meisterbrief ist für die selbständige Ausübung nicht vorgeschrieben. Betriebe zeigen den Beginn bei der Handwerkskammer an und werden in das Verzeichnis der Inhaber zulassungsfreier Handwerke eingetragen (§§ 18, 19 HwO). Eine freiwillige Meisterprüfung ist nach § 51a HwO möglich, weil für das Gewerbe eine Ausbildungsordnung besteht. Für Sie heißt das: Ein Meistertitel kann ein Hinweis auf Qualifikation sein, ist aber keine Voraussetzung. Fragen Sie nach Gesellenbrief, Referenzen und Kammereintrag.

Ausbildung

AusbildungsberufFlechtwerkgestalter/Flechtwerkgestalterin
Dauer3 Jahre
Quellegesetze-im-internet.de

Woran Sie einen seriösen Betrieb erkennen

  • Zeigen Sie ein Foto des Schadens und fragen Sie nach Material, Flechtart und Preisrahmen.
  • Klären Sie, ob das Möbel im Innen- oder Außenbereich steht, damit das Material passt.
  • Lassen Sie sich bei Sonderanfertigungen Muster oder Entwürfe zeigen und Liefertermin schriftlich zusagen.

Häufige Fragen

Ist Korb- und Flechtwerkgestalter meisterpflichtig?

Nein. Korb- und Flechtwerkgestalter steht in Anlage B der Handwerksordnung. Eine Meisterprüfung ist freiwillig, wo es eine Ausbildungsordnung gibt.

Was macht ein Korb- und Flechtwerkgestalter?

Korb- und Flechtwerkgestalter fertigen Körbe, Möbel und Zierobjekte aus Weide, Rattan, Peddigrohr und anderen Flechtmaterialien. Sie reparieren Stuhlgeflechte und Strandkörbe und stellen Sonderanfertigungen her. Das Gewerbe ist zulassungsfrei, ein Meisterbrief für den selbständigen Betrieb ist nicht vorgeschrieben. Das Gewerbe ist zulassungsfrei, ein Meisterbrief wird nicht verlangt.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung zum Beruf Flechtwerkgestalter/Flechtwerkgestalterin dauert 3 Jahre.

Rechtsgrundlage: Handwerksordnung, Anlage B. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 10/2026.