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Wand mit Hobeln, Zangen und Sägen in einer Werkstatt

Kosmetiker: Aufgaben, Meisterpflicht, Ausbildung

Handwerksordnung Anlage B Abschnitt 1, Nr. 56 · zulassungsfrei

Was macht ein Kosmetiker?

Kosmetiker pflegen und behandeln Haut und Gesicht, beraten zu Pflegeprodukten und führen Behandlungen wie Gesichtsreinigung, Make-up, Wimpern- und Brauenfärbung oder Haarentfernung durch. Ein Meisterbrief ist für den selbständigen Betrieb nicht vorgeschrieben, das Gewerbe ist zulassungsfrei und hat einen eigenen dreijährigen Ausbildungsberuf.

Typische Aufgaben

  • Hautanalyse durchführen und Pflege empfehlen
  • Gesichtsbehandlungen, Reinigung und Peelings ausführen
  • Make-up, Augenbrauen und Wimpern gestalten
  • Maniküre und Handpflege durchführen
  • Haarentfernung mit Wachs oder anderen Verfahren
  • Pflegeprodukte beraten und verkaufen
  • Hygiene, Geräte und Behandlungsräume pflegen

Wann Sie diesen Betrieb brauchen

Zum Kosmetiker gehen Sie, wenn Sie Haut und Gesicht pflegen oder verschönern möchten: bei Gesichtsreinigung, Packungen, Make-up, Brauen- und Wimpernfärbung, Haarentfernung oder Handpflege. Auch Hochzeits- oder Anlass-Make-up gehört zum Angebot vieler Studios. Fragen Sie vorab, welche Behandlungen angeboten werden, wie lange sie dauern und welche Produkte verwendet werden. Nennen Sie Allergien und Hautprobleme offen, damit die Behandlung angepasst werden kann. Achten Sie auf saubere Räume, frische Einmalmaterialien und desinfizierte Geräte. Lassen Sie sich Preise vorab nennen und prüfen Sie die Stornobedingungen, besonders bei längeren Terminen. Bringen Sie Ihre Pflegeprodukte mit, wenn Sie Unverträglichkeiten vermuten, und fragen Sie nach Probebehandlungen. Hochzeits-Make-up wird meist mit einem Probetermin vorbereitet.

Abgrenzung zu anderen Gewerken

Kosmetiker arbeiten an Haut und Gesicht im Rahmen der Schönheitspflege. Ärzte, insbesondere Dermatologen, diagnostizieren und behandeln Hauterkrankungen und führen medizinische Eingriffe aus. Podologen übernehmen die medizinische Fußpflege, Friseure schneiden und färben Haar und bieten teils Make-up an. Nagelstudios und Heilpraktiker haben eigene Aufgabenbereiche, Kosmetikinstitute in Kliniken arbeiten mit ärztlicher Anbindung. Bei Hautveränderungen, Schmerzen oder Entzündungen ist ärztlicher Rat sinnvoller als eine kosmetische Behandlung. Fragen Sie, ob der Betrieb nur kosmetische Behandlungen anbietet, und lassen Sie sich die Grenzen zwischen Kosmetik und Medizin erläutern. Kosmetikinstitute in Hotels oder Wellnessbereichen bieten teils kurze Behandlungen an. Für ärztlich verordnete Therapien sind Praxen zuständig. Wer dauerhafte Veränderungen wie Permanent-Make-up oder Tätowierung möchte, sollte auf geeignete Qualifikation und Hygienevorgaben achten.

Verwandte Gewerke: Friseur, Podologe, Maskenbildner, Dermatologe

Meisterpflicht und Eintragung

Anders als bei zulassungspflichtigen Handwerken dürfen Sie Kosmetiker auch ohne Meisterbrief beauftragen. Das Gewerbe steht in Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung. Betriebe melden sich bei der Handwerkskammer und stehen im Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke (§§ 18, 19 HwO). Eine freiwillige Meisterprüfung ist nach § 51a HwO möglich, weil für das Gewerbe eine Ausbildungsordnung besteht. Aussagekräftig sind für Sie daher vor allem Ausbildungsnachweise, Erfahrung und nachprüfbare Referenzen, nicht der Titel allein. Ein schriftliches Angebot hilft beim Vergleich.

Ausbildung

AusbildungsberufKosmetiker/Kosmetikerin
Dauer3 Jahre
Quellegesetze-im-internet.de

Woran Sie einen seriösen Betrieb erkennen

  • Nennen Sie Allergien und Hautprobleme vor der Behandlung und fragen Sie nach den verwendeten Produkten.
  • Achten Sie auf saubere Räume, Einmalmaterialien und desinfizierte Geräte.
  • Klären Sie Preise, Dauer und Stornobedingungen vorab, bevor Sie ein Behandlungspaket buchen.
Sicherheit

Bei Hautveränderungen, Schmerzen oder Entzündungen zunächst ärztlichen Rat einholen.

Häufige Fragen

Ist Kosmetiker meisterpflichtig?

Nein. Kosmetiker steht in Anlage B der Handwerksordnung. Eine Meisterprüfung ist freiwillig, wo es eine Ausbildungsordnung gibt.

Was macht ein Kosmetiker?

Kosmetiker pflegen und behandeln Haut und Gesicht, beraten zu Pflegeprodukten und führen Behandlungen wie Gesichtsreinigung, Make-up, Wimpern- und Brauenfärbung oder Haarentfernung durch. Ein Meisterbrief ist für den selbständigen Betrieb nicht vorgeschrieben, das Gewerbe ist zulassungsfrei und hat einen eigenen dreijährigen Ausbildungsberuf.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung zum Beruf Kosmetiker/Kosmetikerin dauert 3 Jahre.

Rechtsgrundlage: Handwerksordnung, Anlage B. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 10/2026.