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Wand mit Hobeln, Zangen und Sägen in einer Werkstatt

Müller: Aufgaben, Meisterpflicht, Ausbildung

Handwerksordnung Anlage B Abschnitt 1, Nr. 28 · zulassungsfrei

Was macht ein Müller?

Müller verarbeiten Getreide zu Mehl, Schrot und Grieß und betreiben Mühlen mit moderner Technik oder historischem Werk. Mühlen liefern Bäckereien, Landwirte und Verbraucher. Ein Meisterbrief ist für den selbständigen Betrieb nicht vorgeschrieben, das Gewerbe ist zulassungsfrei. Das Gewerbe ist zulassungsfrei, ein Meisterbrief wird für den Betrieb nicht verlangt.

Typische Aufgaben

  • Getreide annehmen, reinigen und lagern
  • Mehl, Schrot, Grieß und Kleie mahlen
  • Mühlentechnik bedienen, warten und instand halten
  • Mehlqualität prüfen und Mischungen herstellen
  • Futtermittel und Nebenprodukte verarbeiten
  • Lebensmittelsicherheit und Hygiene beachten
  • Mehl und Backwaren-Rohstoffe abfüllen und vertreiben

Wann Sie diesen Betrieb brauchen

Müller sind für Sie interessant, wenn Sie Getreide aus eigener Ernte mahlen lassen, regionales Mehl beziehen oder Mühlenprodukte für die Gastronomie suchen. Viele Mühlen verkaufen Mehl, Schrot und Backmischungen direkt an Verbraucher oder liefern an Bäckereien. Historische Mühlen bieten teils Führungen oder Mühlentage an. Wenn Sie Getreide mahlen lassen, klären Sie vorab Mindestmengen, Getreideart, Mahlgrad und Lieferzeit. Beachten Sie, dass Getreide zur Verarbeitung in der Regel sauber und trocken sein muss. Mühlen unterliegen lebensmittelrechtlichen Vorgaben, darauf achten die Betriebe bei Annahme und Abfüllung. Besuchen Sie, wenn möglich, die Mühle vorab, um Ablauf, Hygiene und Mehlqualität einzuschätzen. Beachten Sie, dass Mühlen Erntezeiten und Auslastung berücksichtigen, planen Sie größere Mengen deshalb frühzeitig. Fragen Sie auch nach Direktverkauf und Hofladen, denn viele Mühlen verkaufen Mehl, Schrot und Backmischungen ohne Zwischenhandel.

Abgrenzung zu anderen Gewerken

Müller sind für die Vermahlung von Getreide zuständig, Bäcker verwenden das Mehl für Brot und Backwaren. Landwirte bauen Getreide an und lagern es, Futtermittelhersteller verarbeiten Getreide zu Tierfutter, wobei viele Mühlen beides anbieten. Mühlenbauer und Anlagenbauer planen und installieren Mühlentechnik. Wer eine historische Mühle betreibt oder restauriert, braucht zusätzlich Kenntnisse in Denkmalpflege und Wasserrecht. Verbraucher finden fertiges Mehl im Handel, bei Direktvermarktern oder in Hofläden. Für private Haushaltsmühlen sind keine Handwerksbetriebe erforderlich, für Auftragsmahlungen größerer Mengen dagegen schon. Die Ausbildung heißt heute Verfahrenstechnologe Mühlen- und Getreidewirtschaft. Der Handwerksberuf Müller und die Industrie arbeiten oft mit denselben Prozessen.

Verwandte Gewerke: Brauer und Mälzer, Bäcker, Weinküfer, Landwirte

Meisterpflicht und Eintragung

Zulassungsfrei heißt: Das Gewerbe Müller darf selbständig betrieben werden, ohne dass ein Meisterbrief vorgelegt werden muss. Grundlage ist die Einordnung in Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung. Der Betriebsbeginn wird der Handwerkskammer angezeigt, die den Inhaber in ihr Verzeichnis einträgt (§§ 18, 19 HwO). Eine freiwillige Meisterprüfung ist nach § 51a HwO möglich, weil für das Gewerbe eine Ausbildungsordnung besteht. Orientieren Sie sich deshalb an Ausbildung, Referenzen und einem schriftlichen Angebot, in dem Leistung und Preis klar beschrieben sind.

Ausbildung

AusbildungsberufVerfahrenstechnologe/Verfahrenstechnologin Mühlen- und Getreidewirtschaft
Dauer3 Jahre
Quellegesetze-im-internet.de

Woran Sie einen seriösen Betrieb erkennen

  • Fragen Sie nach Mindestmengen, Getreidearten und Mahlgraden, bevor Sie Getreide anliefern.
  • Bitten Sie um Angaben zu Herkunft und Qualität des Mehls, wenn Sie es weiterverkaufen möchten.
  • Klären Sie Lagerung, Transport und Abholung vorab, besonders bei größeren Mengen.

Häufige Fragen

Ist Müller meisterpflichtig?

Nein. Müller steht in Anlage B der Handwerksordnung. Eine Meisterprüfung ist freiwillig, wo es eine Ausbildungsordnung gibt.

Was macht ein Müller?

Müller verarbeiten Getreide zu Mehl, Schrot und Grieß und betreiben Mühlen mit moderner Technik oder historischem Werk. Mühlen liefern Bäckereien, Landwirte und Verbraucher. Ein Meisterbrief ist für den selbständigen Betrieb nicht vorgeschrieben, das Gewerbe ist zulassungsfrei. Das Gewerbe ist zulassungsfrei, ein Meisterbrief wird für den Betrieb nicht verlangt.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung zum Beruf Verfahrenstechnologe/Verfahrenstechnologin Mühlen- und Getreidewirtschaft dauert 3 Jahre.

Rechtsgrundlage: Handwerksordnung, Anlage B. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 10/2026.