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Wand mit Hobeln, Zangen und Sägen in einer Werkstatt

Sattler und Feintäschner: Aufgaben, Meisterpflicht, Ausbildung

Handwerksordnung Anlage B Abschnitt 1, Nr. 26 · zulassungsfrei

Was macht ein Sattler und Feintäschner?

Sattler und Feintäschner verarbeiten Leder, Textil und Kunststoffe zu Sätteln, Fahrzeuginnenausstattungen, Taschen und Lederwaren. Sie polstern, nähen und reparieren und fertigen auch Sonderanfertigungen. Das Gewerbe ist zulassungsfrei, ein Meisterbrief ist für den Betrieb nicht vorgeschrieben. Das Gewerbe ist zulassungsfrei, ein Meisterbrief ist für den Betrieb nicht vorgeschrieben.

Typische Aufgaben

  • Reitsättel und Zaumzeug anpassen und reparieren
  • Fahrzeugsitze, Himmel und Verdecke beziehen oder erneuern
  • Taschen, Gürtel und Lederwaren herstellen
  • Polsterarbeiten an Möbeln und Sitzen ausführen
  • Lederwaren reparieren, färben und aufarbeiten
  • Cabrio-Verdecke, Planen und Abdeckungen anfertigen
  • Zuschnitt nach Muster und Schablone

Wann Sie diesen Betrieb brauchen

Zum Sattler gehen Sie mit vielen Anliegen: ein Reitsattel muss angepasst werden, ein Oldtimer braucht neue Sitzbezüge, ein Cabrioverdeck ist undicht, eine Ledertasche hat gerissene Griffe oder ein Möbelstück soll neu bezogen werden. Die Ausbildung kennt unter anderem die Richtungen Fahrzeugsattlerei, Reitsportsattlerei und Feintäschnerei, sodass Betriebe oft Schwerpunkte haben. Fragen Sie deshalb, ob Ihr Anliegen zum Betrieb passt, und lassen Sie sich Material, Aufwand und Preis vorab nennen. Bei Fahrzeugen und Reitsport spielen Passform und Sicherheit eine Rolle, hier sollten Sie auf Erfahrung und Referenzen achten. Bei Oldtimern und besonderen Fahrzeugen lohnt es sich, Originalmaterial und Farben mit dem Betrieb abzustimmen. Fragen Sie nach Pflegehinweisen und Nachsorge, denn Leder braucht regelmäßige Pflege, damit es nicht reißt oder aushärtet.

Abgrenzung zu anderen Gewerken

Sattler und Feintäschner bearbeiten vorwiegend Leder und strapazierfähige Materialien. Raumausstatter und Polsterer arbeiten schwerpunktmäßig mit Möbelstoffen, Vorhängen und Bodenbelägen im Wohnraum. Schuhmacher reparieren Schuhe, Kürschner verarbeiten Pelz. Segelmacher nähen Segel und Planen aus technischen Textilien. Kfz-Betriebe bauen Teile ein, überlassen die Innenausstattung aber häufig Sattlern. Beim Reitsattel arbeiten Sattler eng mit Reitern und Pferdefachleuten zusammen. Wer nur einen Reißverschluss ersetzen oder einen Knopf annähen lassen möchte, kommt oft auch mit einer Änderungsschneiderei zurecht. Auch Autowerkstätten bieten Polsterreparaturen an, häufig mit Zulieferern. Fragen Sie nach Material und Erfahrung. Wer einen kompletten Fahrzeuginnenraum erneuern lassen möchte, sollte vorher Material, Nahtbild und Passform abstimmen. Der Betrieb kann zudem erklären, wie sich Aufwand und Dauer entwickeln.

Verwandte Gewerke: Raumausstatter und Polsterer, Schuhmacher, Segelmacher, Kürschner

Meisterpflicht und Eintragung

Anders als bei zulassungspflichtigen Handwerken dürfen Sie Sattler und Feintäschner auch ohne Meisterbrief beauftragen. Das Gewerbe steht in Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung. Betriebe melden sich bei der Handwerkskammer und stehen im Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke (§§ 18, 19 HwO). Eine freiwillige Meisterprüfung ist nach § 51a HwO möglich, weil für das Gewerbe eine Ausbildungsordnung besteht. Aussagekräftig sind für Sie daher vor allem Ausbildungsnachweise, Erfahrung und nachprüfbare Referenzen, nicht der Titel allein. Ein schriftliches Angebot hilft beim Vergleich.

Ausbildung

AusbildungsberufSattler/Sattlerin
Dauer3 Jahre
Quellegesetze-im-internet.de

Woran Sie einen seriösen Betrieb erkennen

  • Fragen Sie, welchen Schwerpunkt der Betrieb hat, etwa Fahrzeug, Reitsport oder Taschen.
  • Lassen Sie sich Materialproben und ein schriftliches Angebot mit Preis und Lieferzeit geben.
  • Prüfen Sie bei Reitsätteln und Fahrzeugteilen die Passform und Funktion bei der Übergabe.
Sicherheit

Bei Fahrzeugsitzen mit Airbags und Gurtsystemen sowie bei Reitausrüstung zählt die Sicherheit: Arbeiten nur durch Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Ist Sattler und Feintäschner meisterpflichtig?

Nein. Sattler und Feintäschner steht in Anlage B der Handwerksordnung. Eine Meisterprüfung ist freiwillig, wo es eine Ausbildungsordnung gibt.

Was macht ein Sattler und Feintäschner?

Sattler und Feintäschner verarbeiten Leder, Textil und Kunststoffe zu Sätteln, Fahrzeuginnenausstattungen, Taschen und Lederwaren. Sie polstern, nähen und reparieren und fertigen auch Sonderanfertigungen. Das Gewerbe ist zulassungsfrei, ein Meisterbrief ist für den Betrieb nicht vorgeschrieben. Das Gewerbe ist zulassungsfrei, ein Meisterbrief ist für den Betrieb nicht vorgeschrieben.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung zum Beruf Sattler/Sattlerin dauert 3 Jahre.

Rechtsgrundlage: Handwerksordnung, Anlage B. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 10/2026.