Segelmacher fertigen und reparieren Segel, Planen, Persenninge und Abdeckungen aus technischen Textilien. Neben Segelbooten betreuen sie auch Sonnensegel, Bootsplanen und Schutzhüllen. Für den selbständigen Betrieb ist kein Meisterbrief vorgeschrieben, das Gewerbe ist zulassungsfrei. Für Sonnensegel und Abdeckungen gilt das Gleiche. Das Gewerbe ist zulassungsfrei, Meisterbrief nicht erforderlich.
Typische Aufgaben
- Segel für Boote und Yachten anfertigen
- Segel reparieren, verstärken und nachrüsten
- Planen, Persenninge und Abdeckungen nähen
- Sonnensegel und Beschattungen für Terrassen fertigen
- Bootsverdecke und Schutzhüllen anpassen
- Beschläge, Ösen und Reißverschlüsse einarbeiten
- Wartung und Kontrolle von Segeln
Wann Sie diesen Betrieb brauchen
Zum Segelmacher gehen Sie, wenn ein Segel gerissen ist, Nähte aufgehen oder eine Abdeckung nach Maß entstehen soll. Dazu zählen Persenninge für Boote, Planen für Anhänger und Sonnensegel für Terrasse oder Café. Die Betriebe arbeiten mit strapazierfähigen, wetterfesten Textilien und nähen auch Sonderformen. Klären Sie, wofür das Produkt gedacht ist, wie stark es dem Wind ausgesetzt wird und wie es befestigt werden soll. Für Sonnensegel an Gebäuden ist die Befestigung entscheidend und sollte von Fachleuten geplant werden. Fragen Sie nach Stoffqualitäten, Pflegehinweisen und Lieferzeit. Ein Termin vor Ort hilft, wenn das Segel an einem Gebäude oder Boot befestigt werden soll. Auch Reparaturen vor Saisonbeginn sind sinnvoll, damit Segel und Abdeckungen rechtzeitig einsatzbereit sind.
Abgrenzung zu anderen Gewerken
Segelmacher verarbeiten technische Textilien für Wind und Wetter. Raumausstatter und Sonnenschutzbetriebe bieten Markisen, Rollos und Sonnenschutzsysteme an, meist fertig montiert und aus industrieller Fertigung. Sattler arbeiten mit Leder und Planen für Fahrzeuge, Bootsbauer bauen und reparieren den Bootskörper. Zeltbauer stellen größere Zelte und Hallen her. Wer ein Segel für ein Boot sucht, ist beim Segelmacher richtig, wer ein fertiges Sonnenschutzsystem für die Fassade will, vergleicht besser auch Angebote von Rollladen- und Sonnenschutzbetrieben. Achten Sie bei größeren Flächen auf eine Prüfung der Befestigungspunkte. Auch Zeltverleiher und Eventausstatter bieten temporäre Segel und Planen an, meist aber nur zur Miete. Wer eine Beschattung dauerhaft am Gebäude plant, sollte zusätzlich Fachleute für die Befestigung hinzuziehen, damit Zug- und Windlasten sicher aufgenommen werden.
Verwandte Gewerke: Rollladen und Sonnenschutz, Sattler und Feintäschner, Raumausstatter und Polsterer, Textilgestalter
Meisterpflicht und Eintragung
Anders als bei zulassungspflichtigen Handwerken dürfen Sie Segelmacher auch ohne Meisterbrief beauftragen. Das Gewerbe steht in Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung. Betriebe melden sich bei der Handwerkskammer und stehen im Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke (§§ 18, 19 HwO). Eine freiwillige Meisterprüfung ist nach § 51a HwO möglich, weil für das Gewerbe eine Ausbildungsordnung besteht. Aussagekräftig sind für Sie daher vor allem Ausbildungsnachweise, Erfahrung und nachprüfbare Referenzen, nicht der Titel allein. Ein schriftliches Angebot hilft beim Vergleich.
Ausbildung
| Ausbildungsberuf | Segelmacher/Segelmacherin |
|---|---|
| Dauer | 3 Jahre |
| Quelle | gesetze-im-internet.de |
Woran Sie einen seriösen Betrieb erkennen
- Beschreiben Sie Einsatz, Größe und Befestigungspunkte so genau wie möglich, am besten mit Foto und Maßen.
- Fragen Sie nach Stoffqualität, UV- und Wetterbeständigkeit sowie Pflegehinweisen.
- Klären Sie, wer Aufmaß und Montage übernimmt, und halten Sie den Liefertermin schriftlich fest.
Befestigungen an Gebäuden und tragenden Bauteilen sollten nur von Fachbetrieben geplant und montiert werden.
Häufige Fragen
Ist Segelmacher meisterpflichtig?
Nein. Segelmacher steht in Anlage B der Handwerksordnung. Eine Meisterprüfung ist freiwillig, wo es eine Ausbildungsordnung gibt.
Was macht ein Segelmacher?
Segelmacher fertigen und reparieren Segel, Planen, Persenninge und Abdeckungen aus technischen Textilien. Neben Segelbooten betreuen sie auch Sonnensegel, Bootsplanen und Schutzhüllen. Für den selbständigen Betrieb ist kein Meisterbrief vorgeschrieben, das Gewerbe ist zulassungsfrei. Für Sonnensegel und Abdeckungen gilt das Gleiche. Das Gewerbe ist zulassungsfrei, Meisterbrief nicht erforderlich.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung zum Beruf Segelmacher/Segelmacherin dauert 3 Jahre.
Rechtsgrundlage: Handwerksordnung, Anlage B. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 10/2026.
