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Wand mit Hobeln, Zangen und Sägen in einer Werkstatt

Werkstein- und Terrazzohersteller: Aufgaben, Meisterpflicht, Ausbildung

Handwerksordnung Anlage A, Nr. 43 · zulassungspflichtig

Was macht ein Werksteinhersteller?

Werkstein- und Terrazzohersteller stellen Betonwerkstein, Terrazzo und Werksteine aus künstlichen Materialien her, bearbeiten und verlegen sie. Sie fertigen Stufen, Fensterbänke, Bodenbeläge und Fassadenteile, schalen und bewehren Formen und gestalten Oberflächen. Kunden beauftragen sie für Treppen, Böden und Bauteile aus Stein. Auch Restaurierungen alter Böden gehören dazu.

Typische Aufgaben

  • Betonwerkstein und Terrazzo herstellen
  • Schalungen und Formen bauen
  • Bewehrungen einlegen und Betone mischen
  • Oberflächen schleifen, polieren und gestalten
  • Stufen, Platten und Fensterbänke fertigen
  • Werksteine verlegen, versetzen und verankern
  • Böden und Bauteile instand setzen

Wann Sie diesen Betrieb brauchen

Sie wenden sich an einen Werksteinhersteller, wenn ein Terrazzoboden neu entstehen oder aufgearbeitet werden soll, Betonwerksteinstufen, Fensterbänke, Brunnen, Bodenplatten oder Fassadenteile gefertigt werden oder wenn ein historischer Boden restauriert werden soll. Der Betrieb arbeitet oft auf Baustellen von Neubau und Sanierung, bei öffentlichen Gebäuden, Treppenhäusern und repräsentativen Räumen. Gewerbliche Kunden sind Bauträger, Architekten, Kommunen und Betriebe der Steine-und-Erden-Industrie, die Sonderformen, Fertigteile oder Oberflächen benötigen. Besprechen Sie mit dem Betrieb Material, Farbe, Oberfläche und Rutschhemmung, und lassen Sie sich Muster zeigen. Bei Böden sind außerdem Fugen, Dehnungsstellen und Pflege des Belags zu klären. Terrazzo lässt sich in vielen Farben und Mustern fertigen, auch als fugenloser Boden vor Ort.

Abgrenzung zu anderen Gewerken

Der Werksteinhersteller arbeitet mit Betonwerkstein, Terrazzo und künstlichen Werksteinen. Der Steinmetz bearbeitet Naturstein, der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger verlegt Fliesen und Platten, auch aus Stein. Der Estrichleger stellt Estrich her, auf dem Terrazzo oder Platten aufgebracht werden, Maurer und Betonbauer errichten Betonbauteile im Rohbau. Der Stuckateur verputzt und gestaltet Wände. Die Grenzen verschwimmen bei Treppen, Fensterbänken und Böden, da beide Handwerke Stein bearbeiten. Fragen Sie nach, welches Handwerk Herstellung, Verlegung und Oberflächenbehandlung übernimmt und ob die Abstimmung der Gewerke im Angebot geregelt ist. Betonwerkstein wird gegossen oder gepresst, Terrazzo vor Ort oder in Platten hergestellt und geschliffen.

Verwandte Gewerke: Steinmetzen und Steinbildhauer, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Estrichleger, Maurer und Betonbauer, Stuckateure

Meisterpflicht und Eintragung

Werkstein- und Terrazzohersteller ist ein zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A der Handwerksordnung. Wer einen Betrieb selbständig führen will, muss in die Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer eingetragen sein. Dafür ist in der Regel die Meisterprüfung oder eine gleichwertige Qualifikation nötig. Seit 2020 gilt für dieses Handwerk die Zulassungspflicht wieder, wie für zwölf Gewerke insgesamt. Ausnahmen prüft die Kammer im Einzelfall. Maßgeblich ist, dass der Betriebsleiter die Voraussetzungen der Handwerksordnung erfüllt. Inhaber und Betriebsleiter können verschiedene Personen sein. Das ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.

Ausbildung

AusbildungsberufWerksteinhersteller/Werksteinherstellerin
Dauer3 Jahre
Quellebibb.de

Woran Sie einen seriösen Betrieb erkennen

  • Fragen Sie nach der Eintragung in die Handwerksrolle und lassen Sie sich Muster und Referenzobjekte ähnlicher Böden oder Bauteile zeigen.
  • Lassen Sie im Angebot Material, Farbe, Oberfläche, Fugenausbildung, Verlegung und Pflegehinweise schriftlich festhalten.
  • Klären Sie bei Terrazzoböden die Rutschhemmung, den Untergrund und die Abstimmung mit Estrichleger und weiteren Gewerken.

Häufige Fragen

Ist Werkstein- und Terrazzohersteller meisterpflichtig?

Ja. Werkstein- und Terrazzohersteller steht in Anlage A der Handwerksordnung und ist zulassungspflichtig. Für die selbstständige Ausübung ist die Eintragung in die Handwerksrolle nötig, in der Regel mit Meisterbrief.

Was macht ein Werksteinhersteller?

Werkstein- und Terrazzohersteller stellen Betonwerkstein, Terrazzo und Werksteine aus künstlichen Materialien her, bearbeiten und verlegen sie. Sie fertigen Stufen, Fensterbänke, Bodenbeläge und Fassadenteile, schalen und bewehren Formen und gestalten Oberflächen. Kunden beauftragen sie für Treppen, Böden und Bauteile aus Stein. Auch Restaurierungen alter Böden gehören dazu.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung zum Beruf Werksteinhersteller/Werksteinherstellerin dauert 3 Jahre.

Rechtsgrundlage: Handwerksordnung, Anlage A. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 10/2026.