Holzschutz umfasst bauliche und chemische Maßnahmen, die Holz vor Feuchtigkeit, Pilzen und Insekten schützen und seine Haltbarkeit verlängern.
Holzschutz bedeutet, Holz so einzubauen und zu behandeln, dass es nicht durch Feuchtigkeit, holzzerstörende Pilze oder Insekten geschädigt wird. Man unterscheidet baulichen und chemischen Holzschutz. Der bauliche Holzschutz kommt zuerst: Holz soll trocken bleiben, Wasser muss ablaufen, Konstruktionen müssen belüftet sein und der Kontakt zu Erdreich oder Mauerwerk wird vermieden. Chemischer Holzschutz kommt in Betracht, wenn bauliche Maßnahmen nicht ausreichen. Dazu gehören vorbeugende Imprägnierungen, Anstriche und bei Befall bekämpfende Mittel. Holz- und Bautenschützer sind ein zulassungsfreies Handwerk nach der Handwerksordnung, Zimmerer und Tischler führen Holzschutz ebenfalls aus. Worauf Sie als Kunde achten sollten: Lassen Sie den Befall zuerst von einer Fachperson bewerten. Fragen Sie, ob nur die Oberfläche behandelt oder auch Holz ersetzt werden muss, und welche Mittel verwendet werden. In Wohnräumen sind gesundheitlich geprüfte Produkte wichtig. Eine Dokumentation der Arbeiten ist sinnvoll. Typische Fehler sind Behandlungen ohne Beseitigung der Feuchtequelle, falsches Mittel für den Einsatzort und fehlende Nachbehandlung. Tragende Hölzer, die stark geschädigt sind, dürfen nur nach statischer Prüfung belassen oder ersetzt werden. Das ist Sache von Fachbetrieben. Lassen Sie sich nach der Behandlung schriftlich bestätigen, welches Mittel auf welcher Fläche eingesetzt wurde. Das hilft später bei Nachfragen von Versicherung, Käufern oder Gutachtern und zeigt, ob eine Wiederholung nötig wird.
Beispiel aus der Praxis
Bei einem Dachstuhl mit Feuchteschaden wird zuerst die undichte Stelle beseitigt. Danach ersetzt der Zimmerer geschädigte Hölzer und behandelt das übrige Holz vorbeugend.
Allgemeine Erklärung, Stand 10/2026. Bei Arbeiten an Strom, Gas und tragenden Teilen gilt: nur durch einen Fachbetrieb.
