Eine Natursteinplatte ist eine aus Stein gesägte Platte, etwa aus Granit, Marmor, Schiefer oder Kalkstein, die für Böden, Wände, Treppen, Fensterbänke und Arbeitsplatten verwendet wird.
Natursteinplatten werden aus Gesteinen wie Granit, Marmor, Schiefer, Kalkstein, Sandstein oder Travertin gesägt und je nach Einsatz geschliffen, poliert, geflammt oder gebürstet. Sie kommen in Böden, an Wänden, Treppen, Fensterbänken, Küchenarbeitsplatten und im Außenbereich zum Einsatz. Jeder Stein ist ein Unikat mit Farbschwankungen und Adern. Die Eigenschaften unterscheiden sich stark. Granit ist hart und robust, Marmor ist empfindlich gegen Säuren und kann bei Berührung mit Zitronensaft oder Essig matt werden, Schiefer ist rutschhemmend, Kalkstein ist porös. Naturstein braucht je nach Sorte Imprägnierung und passende Pflege. Verlegt wird er in der Regel im Dünnbett oder Mörtelbett mit geeignetem Kleber und Fugenmörtel. Worauf Sie als Kunde achten sollten: Prüfen Sie Muster und Charge, vor allem bei großen Flächen. Fragen Sie nach Eignung für Nutzung, Fußbodenheizung und Außenbereich, nach Rutschhemmung und Pflege. Nicht jeder Kleber und Fugenmörtel eignet sich, manche Steine verfärben sich. Lassen Sie sich Verarbeitungshinweise des Händlers geben. Typische Fehler sind falscher Kleber, zu früh begangene Fläche, ungeeignete Reinigungsmittel, Randverfärbungen durch Feuchte und fehlende Imprägnierung. Verlegt wird Naturstein von Fliesenlegern oder Steinmetzen. Bei tragenden Bauteilen und Treppen ist Fachbetrieb nötig. Bewahren Sie Restplatten auf, damit spätere Reparaturen farblich passen, denn Naturstein ist aus anderen Chargen nur schwer exakt nachzukaufen.
Beispiel aus der Praxis
Für das Bad wählt die Eigentümerin eine Schieferplatte mit rutschhemmender Oberfläche. Der Fliesenleger verwendet einen für Naturstein geeigneten Kleber und Fugenmörtel.
Allgemeine Erklärung, Stand 10/2026. Bei Arbeiten an Strom, Gas und tragenden Teilen gilt: nur durch einen Fachbetrieb.
