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Maler in Latzhose steht mit Farbrolle vor gelb gestreifter Wand

Glossar

Grundierung: Bedeutung und Erklärung

Definition

Eine Grundierung ist ein Voranstrich auf den Untergrund, der die Haftung verbessert, die Saugfähigkeit regelt und den Untergrund festigt, bevor Farbe, Putz, Kleber oder Spachtel folgt.

Die Grundierung ist die erste Schicht auf dem Untergrund. Sie bereitet ihn für den Folgeauftrag vor. Je nach Zweck unterscheidet man Tiefgrund, der lockere und stark saugende Untergründe festigt, Haftgrund für glatte, nichtsaugende Flächen, Sperrgrund gegen durchschlagende Flecken und Spezialprodukte für Fliesenkleber, Putz, Spachtel oder Parkett. Eine passende Grundierung verbessert die Haftung, gleicht unterschiedliches Saugverhalten aus, bindet Staub und vermeidet Flecken oder Schollen. Ohne sie kann Farbe ungleichmäßig aufziehen, Putz abplatzen oder Fliesenkleber nicht halten. Die richtige Wahl hängt vom Untergrund und vom Folgeprodukt ab. Die Herstellerangaben sind einzuhalten. Worauf Sie als Kunde achten sollten: Fragen Sie nach Art der Grundierung, Untergrundprüfung und Trocknungszeit. Auch Feuchte im Untergrund ist zu klären. Lassen Sie sich bestätigen, dass die Produkte zueinander passen. Bei alten Anstrichen, Tapetenresten, Nikotinflecken oder Wasserschäden sind besondere Vorbehandlungen nötig. Typische Fehler sind das Weglassen des Voranstrichs, die Verwendung des falschen Produkts, zu kurze Ablüftzeiten und das Streichen auf feuchtem Untergrund. Dann zeigen sich später Blasen, Risse oder Ablösungen. Grundierungen werden von Malern, Fliesenlegern, Bodenlegern und Stuckateuren aufgetragen. Der Untergrund ist vorher auf Tragfähigkeit, Sauberkeit und Trockenheit zu prüfen.

Beispiel aus der Praxis

Vor dem Streichen einer frisch gespachtelten Wand trägt der Maler eine Grundierung auf, damit der Anstrich gleichmäßig aufzieht und nicht fleckig wird.

Allgemeine Erklärung, Stand 10/2026. Bei Arbeiten an Strom, Gas und tragenden Teilen gilt: nur durch einen Fachbetrieb.