Ein Raffstore ist ein außenliegender Sonnen- und Blendschutz aus verstellbaren, aufziehbaren Lamellen, der Licht lenkt und Wärmeeintrag verringert, ohne den Ausblick komplett zu versperren.
Raffstoren bestehen aus Lamellen, meist aus Aluminium, die in seitlichen Führungen laufen. Sie lassen sich hochziehen, raffen und in ihrem Winkel verstellen. So kann man Sonnenlicht und Blendung steuern, ohne die Aussicht ganz zu verlieren. Weil die Lamellen außen vor dem Fenster hängen, wird Wärme abgehalten, bevor sie das Glas erreicht. Im Unterschied zum Rollladen erlauben Raffstoren eine feine Lichtlenkung und lassen bei geschlossener Stellung Tageslicht herein. Sie bieten in der Regel aber weniger Sichtschutz, Wärmeschutz im Winter und Einbruchhemmung als ein Rollladen. Bedient werden sie per Kurbel, Motor, Funk, Wandschalter oder Steuerung mit Wind-, Sonnen- und Regensensoren. Worauf Sie als Kunde achten sollten: Fragen Sie nach Lamellenart, Windklasse, Antrieb, Steuerung und Montageart: vor der Fassade, im Laibungsbereich oder in einem Kasten. Klären Sie, wer den Stromanschluss und die Einbindung ins Haus ausführt. Bei Wärmedämmverbundsystemen und Altbauten sind die Befestigungspunkte zu planen. Beachten Sie Wartung und Reinigung. Typische Fehler sind falsche Windlastauslegung, undichte Anschlüsse an Fassade, fehlender Windwächter, mangelhafte Absicherung bei Frost und Eisbildung an den Lamellen. Rollladen- und Sonnenschutztechniker sind ein zulassungspflichtiges Handwerk. Elektroanschlüsse und Steuerungen dürfen nur durch einen Elektrofachbetrieb ausgeführt werden.
Beispiel aus der Praxis
Für das Südfenster wählt der Eigentümer einen Raffstore mit Windsensor. Der Betrieb montiert ihn an der Fassade, der Elektriker schließt den Motor an.
Quelle: Anlage A zur Handwerksordnung, zulassungspflichtige Handwerke (Gesetze im Internet)
Allgemeine Erklärung, Stand 10/2026. Bei Arbeiten an Strom, Gas und tragenden Teilen gilt: nur durch einen Fachbetrieb.
