Der U-Wert, auch Wärmedurchgangskoeffizient, gibt in W/(m²K) an, wie viel Wärme durch ein Bauteil strömt. Je kleiner der Wert, desto besser dämmt das Bauteil.
Der U-Wert beschreibt, wie viel Wärmeleistung pro Quadratmeter Bauteilfläche und pro Kelvin Temperaturunterschied zwischen innen und außen durch ein Bauteil geht. Die Einheit ist Watt pro Quadratmeter und Kelvin, kurz W/(m²K). Je kleiner der U-Wert, desto geringer sind die Wärmeverluste. Der U-Wert wird für Wände, Dächer, Fenster, Türen und Decken angegeben. Bei Fenstern unterscheidet man Uw für das gesamte Fenster, Ug für das Glas und Uf für den Rahmen. Der Wert ergibt sich aus Schichtaufbau, Dicke und Wärmeleitfähigkeit der Materialien. Eine dickere oder besser dämmende Schicht senkt den U-Wert. Worauf Sie als Kunde achten sollten: Fragen Sie im Angebot immer nach dem erreichten U-Wert des fertigen Bauteils, nicht nur nach der Dämmstoffdicke. Bei Fenstern ist der Uw-Wert aussagekräftiger als der Ug-Wert allein. Für geförderte Maßnahmen und für Anforderungen des Gebäudeenergierechts werden oft bestimmte Werte verlangt. Prüfen Sie den Stand der Vorgaben vorher. Typische Fehler sind der Vergleich von Werten verschiedener Kenngrößen, etwa Ug mit Uw, und die Annahme, ein guter U-Wert löse jedes Problem. Wärmebrücken und undichte Anschlüsse verschlechtern die tatsächliche Wirkung. Berechnungen und Nachweise führen Energieberater, Planer und Fachbetriebe durch. Lassen Sie sich Nachweise schriftlich geben.
Beispiel aus der Praxis
Ein Fensterbauer nennt im Angebot den Uw-Wert des Fensters samt Rahmen. So lässt sich das Angebot mit einem zweiten Angebot sauber vergleichen.
Quelle: Aroundhome, Dreifachverglasung: Kennwerte Uw und Ug
Allgemeine Erklärung, Stand 10/2026. Bei Arbeiten an Strom, Gas und tragenden Teilen gilt: nur durch einen Fachbetrieb.
