Die Traufe ist die untere, waagerechte Kante eines geneigten Daches, an der das Regenwasser vom Dach in die Dachrinne oder auf das Grundstück abläuft.
Die Traufe ist die waagerechte Unterkante der Dachfläche. Dort verlässt das Regenwasser das Dach. In aller Regel sitzt an dieser Kante die Dachrinne, die das Wasser sammelt und über das Fallrohr in die Entwässerung leitet. Der Teil des Daches, der über die Außenwand hinausragt, heißt Dachüberstand. Die Traufe ist eine empfindliche Stelle. Hier laufen Dachdeckung, Unterspannbahn, Lüftung der Dachfläche, Dachrinne und Fassade zusammen. Eine saubere Ausführung sorgt dafür, dass Wasser nicht hinter die Rinne läuft, dass die Dachfläche belüftet bleibt und dass keine Feuchtigkeit in die Konstruktion zieht. Auch Vogelschutzgitter und Lüftungsöffnungen gehören häufig zum Traufdetail. Worauf Sie achten sollten: Lassen Sie sich erklären, wie die Dachfläche an der Traufe belüftet wird, wie die Unterspannbahn in die Rinne geführt wird und wie weit die Dachdeckung in die Rinne ragt. Bei einer Dachsanierung bietet sich an, Traufbohle, Rinnenhalter und Traufblech gleich mitzuprüfen. Typische Fehler sind Dachrinnen mit zu geringem Gefälle, Deckungen, die zu kurz vor der Rinne enden, verstopfte Lüftungsschlitze und verfaulte Traufbretter. Beschädigte Holzteile fallen oft erst bei Sanierungen auf. Weil die Traufe in Absturzhöhe liegt, sollten Arbeiten dort nur durch einen Fachbetrieb mit Gerüst oder passender Absturzsicherung erfolgen.
Beispiel aus der Praxis
Beim Neueindecken eines Daches erneuert der Betrieb auch das Traufblech und führt die Unterspannbahn sauber in die Dachrinne, damit kein Wasser hinter die Rinne läuft.
Allgemeine Erklärung, Stand 10/2026. Bei Arbeiten an Strom, Gas und tragenden Teilen gilt: nur durch einen Fachbetrieb.
