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Hand zeigt mit einem Prüfstift auf Sicherungen im geöffneten Verteilerkasten

Glossar

Unterputz und Aufputz: Bedeutung und Erklärung

Definition

Unterputz bedeutet, dass Leitungen und Dosen in der Wand verborgen liegen. Aufputz heißt, dass sie sichtbar auf der Wandoberfläche montiert werden.

Bei der Elektro- und Sanitärinstallation gibt es zwei Verlegearten. Unterputz, kurz UP, bedeutet, dass Leitungen, Rohre und Dosen in Wandschlitzen liegen und mit Putz verschlossen werden. Aufputz, kurz AP, heißt, dass sie auf der Wand sichtbar montiert werden, etwa in Kabelkanälen oder mit Schalter und Steckdose in Aufputzgehäusen. Unterputz ist optisch unauffällig und im Neubau Standard. Er erfordert Schlitzarbeiten und Putzarbeiten, was im Bestand aufwendig sein kann. Aufputz kommt in Kellern, Garagen, Werkstätten, Feuchträumen und im Altbau infrage, wenn Wände nicht geöffnet werden sollen, etwa bei Denkmalschutz oder bei Sichtmauerwerk. Er lässt sich einfacher ändern. Worauf Sie als Kunde achten sollten: Fragen Sie nach den Kosten für Schlitzen, Verputzen und Malern bei Unterputz sowie nach Optik und Schutzart bei Aufputz. In Feuchträumen sind passende Schutzarten nötig. Lassen Sie sich den Leitungsplan geben, damit spätere Bohrungen sicher bleiben. Typische Fehler sind unsaubere Kabelkanäle, fehlende Abdeckungen, nicht dokumentierte Leitungswege und zu wenige Steckdosen. Bei unsachgemäßer Verlegung drohen Brandgefahr und Stromschlag. Elektroinstallationen dürfen nur durch einen Elektrofachbetrieb erfolgen. Das gilt für beide Verlegearten. Heimwerkerarbeiten an festen Installationen sind nicht zulässig oder nicht zu empfehlen.

Beispiel aus der Praxis

In einer Garage genügt eine Aufputzinstallation mit Feuchtraumsteckdosen. Im Wohnzimmer wird dagegen unter Putz verlegt, damit die Wände glatt bleiben.

Zuständige Gewerke:Elektriker Sanitär & Heizung

Allgemeine Erklärung, Stand 10/2026. Bei Arbeiten an Strom, Gas und tragenden Teilen gilt: nur durch einen Fachbetrieb.