Steinmetze und Steinbildhauer bearbeiten Naturstein. Sie fertigen Grabmale, Treppen, Fensterbänke, Arbeitsplatten und Fassadenteile, restaurieren Bauwerke und gestalten Skulpturen. Beauftragt werden sie bei Natursteinarbeiten am Haus, auf dem Friedhof und in der Denkmalpflege. Material, Oberfläche und Einbau stimmen sie mit den Kunden ab.
Typische Aufgaben
- Grabmale entwerfen, fertigen und aufstellen
- Treppen und Bodenbeläge aus Naturstein herstellen
- Fensterbänke und Arbeitsplatten anfertigen
- Fassadenteile und Mauerwerk aus Stein restaurieren
- Inschriften und Ornamente in Stein arbeiten
- Skulpturen und bildhauerische Werke gestalten
- Natursteinflächen reinigen und instand setzen
Wann Sie diesen Betrieb brauchen
Sie brauchen einen Steinmetz, wenn ein Grabmal angefertigt, beschriftet, versetzt oder gereinigt werden soll. Auch Natursteintreppen, Fensterbänke, Küchenarbeitsplatten, Brunnen oder Eingangsstufen entstehen bei ihm. Bei historischen Gebäuden führt er Instandsetzungen an Fassaden, Portalen und Gesimsen aus, oft in Abstimmung mit Denkmalbehörden. Auf Friedhöfen gelten Satzungen der Kommune für Größe, Material und Gestaltung eines Grabmals, die der Betrieb in der Regel kennt. Gewerbliche und öffentliche Kunden beauftragen Steinmetze für Fassadenverkleidungen, Denkmäler, Kirchen, Brunnenanlagen und Bodenbeläge in repräsentativen Gebäuden. Bei Kunstwerken und Restaurierungen lohnt ein Blick auf Referenzen und Muster. Auch Restaurierungen alter Treppen und Sockel sind häufige Aufträge. Lassen Sie sich vor dem Auftrag Muster des gewählten Natursteins zeigen, denn Farbe und Maserung schwanken von Stein zu Stein.
Abgrenzung zu anderen Gewerken
Der Steinmetz bearbeitet Naturstein, bei dem Form und Oberfläche handwerklich entstehen. Werkstein- und Terrazzohersteller stellen dagegen Betonwerkstein und Terrazzo her, also gegossenen Kunststein. Das Verlegen von Fliesen und Platten übernimmt der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger. Mauerwerk und Fundamente erstellt der Maurer und Betonbauer, den Fassadenputz die Stuckateure. Für Bildhauerei und Skulpturen kommt auch ein freischaffender Künstler infrage, der nicht zum Handwerk gehören muss. Nennen Sie bei Ihrer Anfrage Material und Verwendungszweck, damit der Betrieb passend beraten kann. Bei Gräbern lohnt vorab ein Blick in die Friedhofssatzung.
Verwandte Gewerke: Werkstein- und Terrazzohersteller, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Maurer und Betonbauer, Stuckateure
Meisterpflicht und Eintragung
Steinmetzen und Steinbildhauer zählen zu den zulassungspflichtigen Handwerken der Anlage A der Handwerksordnung. Wer einen Betrieb selbständig führen will, muss in der Handwerksrolle eingetragen sein. Üblich ist dafür die Meisterprüfung oder eine gleichwertige Qualifikation. Für Kunden ist das bei Grabmalen und Treppen relevant, weil dort Standsicherheit und Materialkenntnis zählen. In bestimmten Fällen sind Ausnahmen möglich, über die die zuständige Handwerkskammer entscheidet. Ein Betrieb kann auch eingetragen werden, wenn sein Betriebsleiter die Voraussetzungen erfüllt, ohne dass der Inhaber selbst Meister sein muss. Das ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.
Ausbildung
| Ausbildungsberuf | Steinmetz und Steinbildhauer/Steinmetzin und Steinbildhauerin |
|---|---|
| Dauer | 3 Jahre |
| Quelle | bibb.de |
Woran Sie einen seriösen Betrieb erkennen
- Lassen Sie sich Muster, Referenzen oder Fotos ausgeführter Arbeiten zeigen und das gewählte Material schriftlich im Angebot benennen. Fragen Sie auch nach der Pflege des Materials.
- Fragen Sie bei Grabmalen nach den geltenden Friedhofsvorgaben und danach, wer Antrag, Fundament und Aufstellung übernimmt.
- Verlangen Sie ein Angebot, das Material, Bearbeitung, Montage und Lieferzeit getrennt ausweist, damit Sie Leistungen und Kosten vergleichen können.
Steinmetz in großen Städten
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- Steinmetz Bonn
Häufige Fragen
Ist Steinmetzen und Steinbildhauer meisterpflichtig?
Ja. Steinmetzen und Steinbildhauer steht in Anlage A der Handwerksordnung und ist zulassungspflichtig. Für die selbstständige Ausübung ist die Eintragung in die Handwerksrolle nötig, in der Regel mit Meisterbrief.
Was macht ein Steinmetz?
Steinmetze und Steinbildhauer bearbeiten Naturstein. Sie fertigen Grabmale, Treppen, Fensterbänke, Arbeitsplatten und Fassadenteile, restaurieren Bauwerke und gestalten Skulpturen. Beauftragt werden sie bei Natursteinarbeiten am Haus, auf dem Friedhof und in der Denkmalpflege. Material, Oberfläche und Einbau stimmen sie mit den Kunden ab.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung zum Beruf Steinmetz und Steinbildhauer/Steinmetzin und Steinbildhauerin dauert 3 Jahre.
Rechtsgrundlage: Handwerksordnung, Anlage A. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 10/2026.
