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Weiß verputzte Wand mit sichtbaren Spuren der Glättkelle

Glossar

Wärmedämmverbundsystem (WDVS): Bedeutung und Erklärung

Definition

Ein Wärmedämmverbundsystem ist ein mehrschichtiger Fassadenaufbau aus geklebten oder gedübelten Dämmplatten, Armierungsschicht und Außenputz, der Außenwände von außen dämmt.

Das Wärmedämmverbundsystem, kurz WDVS, ist ein aufeinander abgestimmtes System für die Dämmung der Außenwand von außen. Es besteht aus Dämmplatten, die auf die Wand geklebt und teils gedübelt werden, einer Armierungsschicht mit Gewebe und einem Oberputz mit Anstrich. Verwendet werden unter anderem Polystyrol, Mineralwolle und Holzfaser. Ein WDVS verringert Wärmeverluste über die Wand, wärmt die Wandoberfläche innen und schützt die Bausubstanz vor Temperaturwechseln. Es wirkt nur, wenn alle Komponenten vom Hersteller zusammenpassen und die Anschlüsse sauber ausgeführt werden. Dazu gehören Sockel, Fenster, Dachrand, Fallrohre und Balkone. Worauf Sie als Kunde achten sollten: Lassen Sie den Untergrund prüfen, denn tragfähige und trockene Wände sind Voraussetzung. Fragen Sie nach Systemhersteller, Dämmstoff, Dicke, Brandschutzmaßnahmen und nach dem Umgang mit Fensterbänken und Laibungen. Lassen Sie sich die Systemzulassung zeigen. Ein Gerüst ist in der Regel nötig. Typische Fehler sind falsche Klebung, fehlende Dübel, Wärmebrücken an Anschlüssen, Risse im Putz durch zu dünne Armierung und feuchte Sockelbereiche. Auch Algenbildung an der Fassade tritt auf, wenn die Oberfläche dauerhaft feucht bleibt. Ausführen sollte ein erfahrener Stuckateurbetrieb. Bei Gebäuden mit Brandschutzvorgaben oder Denkmalschutz sind zusätzliche Abstimmungen nötig.

Beispiel aus der Praxis

Ein Stuckateur prüft vor der Fassadendämmung die Haftung des alten Putzes. Danach werden Dämmplatten geklebt, gedübelt und verputzt.

Allgemeine Erklärung, Stand 10/2026. Bei Arbeiten an Strom, Gas und tragenden Teilen gilt: nur durch einen Fachbetrieb.