Leckageortung ist das gezielte Aufspüren undichter Stellen in Wasser-, Heizungs- oder Abwasserleitungen und Bauteilen, ohne unnötig große Flächen aufzustemmen.
Bei der Leckageortung wird die genaue Stelle gesucht, an der Wasser aus einer Leitung austritt. Ziel ist es, den Schaden zu begrenzen und nur dort zu öffnen, wo es wirklich nötig ist. Es gibt mehrere Verfahren, die oft kombiniert werden. Dazu zählen Druckprüfungen, Feuchtemessung, Thermografie, akustische Ortung, Endoskopie, Rauchprüfung bei Abwasser oder Prüfgas bei Heizungs- und Trinkwasserleitungen. Anlass sind etwa steigender Wasserverbrauch ohne erkennbaren Grund, feuchte Wände, Flecken an Decken, Schimmel oder sinkender Druck in der Heizung. Wichtig: Wasser abstellen, wenn es aktiv austritt, und den Vermieter oder Hausverwalter informieren. Dokumentieren Sie den Schaden mit Fotos. Worauf Sie als Kunde achten sollten: Fragen Sie nach Verfahren, Messprotokoll und danach, ob nach der Ortung die Reparatur im Auftrag enthalten ist. Klären Sie früh, ob die Gebäudeversicherung den Schaden und die Suche trägt. Manche Versicherungen verlangen Rücksprache vor Beauftragung. Schriftliche Berichte helfen bei der Abwicklung. Typische Fehler sind das Aufstemmen auf Verdacht, das Warten bei kleinen Schäden, bis Folgeschäden entstehen, und das Trocknen ohne Beseitigung der Ursache. Auch Messergebnisse ohne Dokumentation helfen später wenig. Sanitär- und Heizungsbetriebe sowie spezialisierte Leckageortungsfirmen führen die Suche durch. Bei Gasgeruch gilt ein anderer Notfallweg: sofort Gebäude verlassen und Netzbetreiber-Notruf wählen.
Beispiel aus der Praxis
Nach einem feuchten Fleck an der Decke im Erdgeschoss findet ein Betrieb per Thermografie und Druckprüfung die undichte Leitung. Nur ein kleiner Wandbereich wird geöffnet.
Allgemeine Erklärung, Stand 10/2026. Bei Arbeiten an Strom, Gas und tragenden Teilen gilt: nur durch einen Fachbetrieb.
