Die Elektroinstallation im Altbau zu erneuern kostet nach Portalangaben (2025, 2026) etwa 80 bis 150 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, bei Komfort- und Smart-Ausstattung bis etwa 300 Euro. Für ein Einfamilienhaus werden Gesamtkosten von rund 12.000 bis 22.500 Euro genannt. Arbeiten dürfen nur durch einen Elektrofachbetrieb erfolgen.
Alte Elektroinstallationen entsprechen oft nicht mehr dem heutigen Bedarf: zu wenige Steckdosen, keine Fehlerstrom-Schutzschalter, überlastete Leitungen und veraltete Zählerschränke. Eine Erneuerung kann Teilbereiche oder die komplette Anlage betreffen. Die Kosten richten sich nach Wohnfläche, Zustand, Ausstattung und davon, ob Wände aufgestemmt werden müssen. Es handelt sich um sicherheitsrelevante Arbeiten: Planung, Ausführung und Prüfung gehören ausschließlich in die Hand eines Elektrofachbetriebs. Eigenleistung an der Anlage ist gefährlich und wird von uns ausdrücklich nicht empfohlen. Hier finden Sie Preisspannen aus Fachportalen mit Quelle und Stand. Wir erklären die Preisfaktoren, geben Spartipps und Hinweise zu Steuer und Angebot und beantworten häufige Fragen. Beachten Sie, dass uns keine amtliche Preisstatistik für diese Arbeiten vorliegt. Die Werte sind Portalangaben und dienen nur der Orientierung. Ihr Angebot kann deutlich abweichen.
| Leistung | Spanne | Quelle |
|---|---|---|
| Komplette Erneuerung der Elektroinstallation im Altbau € pro m² Wohnfläche | 80 bis 150 | wohnglück.de: Neue Elektrik, Kosten und Preisliste 2025 Stand 2025 |
| Teilsanierung einzelner Bereiche € pro m² Wohnfläche | 30 bis 60 | clean-invoice.com: Elektroinstallation Altbau, Kosten pro m² (Stand 03/2026) Stand 2026 |
| Komfort- und Smart-Ausstattung € pro m² Wohnfläche | 150 bis 300 | clean-invoice.com und wohnglück.de Stand 2026 |
| Zählerschrank im Altbau (Quellen weichen ab) € pro Zählerschrank | 800 bis 3.000 | clean-invoice.com und photovoltaik.info Stand 2026 |
| Sicherungskasten inklusive Zähleranlage, Überspannungsschutz und Fehlerstrom-Schutzschalter € gesamt | 4.000 bis 5.000 | wohnglück.de: Neue Elektrik, Kosten und Preisliste 2025 Stand 2025 |
| Fehlerstrom-Schutzschalter (FI/RCD), nachrüsten bis neu € pro Stück | 80 bis 350 | wohnglück.de und clean-invoice.com Stand 2026 |
| Einfamilienhaus komplett, Beispiele mit 120 bis 150 m² € gesamt | 12.000 bis 22.500 | wohnglück.de und clean-invoice.com Stand 2026 |
| Altbausanierung einer Wohnung mit 100 m² € gesamt | 9.100 bis 15.500 | Meister-Job: Preise und Kalkulation für die Elektroinstallation (Stand 09/2026) Stand 2026 |
Wovon die Kosten abhängen
Umfang der Erneuerung
Eine Teilsanierung, zum Beispiel neue Stromkreise in Küche und Bad, kostet laut clean-invoice.com etwa 30 bis 60 Euro pro Quadratmeter, eine Komplettsanierung etwa 80 bis 150 Euro. Wohnglück nennt für Altbauten ebenfalls 80 bis 150 Euro. Je mehr Leitungen, Steckdosen und Stromkreise neu entstehen, desto höher der Preis. Legen Sie mit dem Fachbetrieb fest, welche Räume und Funktionen Sie brauchen, und lassen Sie das im Angebot einzeln ausweisen.
Zählerschrank und Hausanschluss
Alte Zählerschränke und Sicherungskästen entsprechen oft nicht mehr den heutigen Anforderungen. Ein neuer Zählerschrank kostet nach den Quellen etwa 800 bis 3.000 Euro, photovoltaik.info nennt für den Altbau 1.500 bis 3.000 Euro, dazu kommen unter Umständen Steigleitungen mit 500 bis 1.500 Euro. Der Anschluss darf nur durch einen Elektrofachbetrieb erfolgen, der beim Netzbetreiber eingetragen ist. Klären Sie früh, ob der Netzbetreiber zustimmen muss.
Ausstattungsstandard
Der Standard bestimmt, wie viele Steckdosen, Schalter und Stromkreise geplant werden. Die Norm DIN 18015-2 legt Mindestausstattungen fest, die Richtlinie RAL-RG 678 unterscheidet nach elektro.net drei Ausstattungswerte von einem bis drei Sternen. Komfort- oder Smart-Home-Lösungen kosten laut Quellen bis etwa 300 Euro pro Quadratmeter. Eine Steckdose kostet nach Wohnglück etwa 20 bis 25 Euro pro Stück, ein zusätzlicher Stromkreis etwa 200 bis 500 Euro.
Bauliche Situation
Müssen Schlitze gestemmt, Wände geöffnet oder Decken geöffnet werden, entstehen Folgekosten für Putz, Maler und Trockenbau. Diese Arbeiten sind oft nicht im Elektroangebot enthalten. Im Altbau stoßen Elektriker außerdem auf Überraschungen wie fehlende Schutzleiter, alte Dosen oder Leitungen unbekannter Verläufe. Planen Sie deshalb einen Puffer ein und fragen Sie vorab, wie Mehraufwand abgerechnet wird, etwa nach Stundensatz oder als schriftlicher Nachtrag.
Prüfung und Dokumentation
Zum Auftrag gehört die Prüfung der Anlage nach Fertigstellung. Lassen Sie sich Prüfprotokoll, Schaltpläne und Beschriftung der Stromkreise aushändigen. Das hilft bei späteren Änderungen und bei Rückfragen. Wer einen Elektrofachbetrieb beauftragt, erhält zudem einen klaren Ansprechpartner für Mängel und Rückfragen. Fragen Sie, wie Abnahme und Übergabe ablaufen. Das fachgerechte Vorgehen dient der Sicherheit Ihres Haushalts. Unterlagen sollten Sie dauerhaft aufbewahren, etwa für einen späteren Verkauf oder Umbau.
Seriös sparen
- Lassen Sie den Zustand der Anlage vor der Planung durch einen Elektrofachbetrieb prüfen und priorisieren, was dringend ist und was später folgen kann.
- Koordinieren Sie die Erneuerung mit anderen Arbeiten wie Putz, Anstrich oder Bodenbelag. So müssen Wände nur einmal geöffnet werden.
- Holen Sie mehrere schriftliche Angebote ein, in denen Stromkreise, Steckdosen, Zählerschrank und Prüfung einzeln aufgeführt sind.
- Planen Sie ausreichend Steckdosen und Leerrohre für künftigen Bedarf ein, weil nachträgliches Öffnen der Wände mehr kostet.
Förderung und Steuer
Auch bei der Elektrik zählt der Lohnanteil. Nach § 35a Abs. 3 EStG können Sie 20 Prozent der Arbeitskosten von Ihrer Steuer abziehen, höchstens 1.200 Euro im Jahr (Stand 10/2026). Kabel, Schalter und Zählerschrank gelten als Material und fallen heraus. Die Rechnung sollte Lohn und Material trennen, bezahlt wird per Überweisung. Wer zugleich einen öffentlichen Zuschuss erhält, kann den begünstigten Teil nicht doppelt nutzen. Ein eigenes Bundesprogramm nur für die Erneuerung der Hausinstallation haben wir bei der Recherche nicht gefunden. Wird die Elektrik im Zuge einer geförderten Heizungsmodernisierung angepasst, fragen Sie den Fachbetrieb, was zu den förderfähigen Kosten zählt. Dies ist eine allgemeine Information und keine Beratung durch Steuer- oder Elektrofachleute.
Häufige Fragen
Muss ich die Elektrik im Altbau erneuern?
Eine pauschale Pflicht, funktionierende Installationen zu erneuern, haben wir in den geprüften Quellen nicht gefunden. Eine Prüfung durch einen Elektrofachbetrieb zeigt, ob Gefahren bestehen, etwa durch fehlenden Schutzleiter oder fehlende Fehlerstrom-Schutzschalter. Bei Umbauten, einem Wechsel der Heizung oder dem Anschluss neuer Verbraucher wie Wärmepumpe oder Wallbox kann eine Erneuerung nötig werden. Das klärt der Betrieb im Einzelfall.
Wie lange dauert die Erneuerung?
Die Dauer hängt von Größe, Zustand und Umfang ab. Eine Teilsanierung ist schneller erledigt als eine Komplettsanierung mit neuen Leitungen, Zählerschrank und Nacharbeiten an den Wänden. Für den Zählerschrank braucht es zudem einen beim Netzbetreiber eingetragenen Betrieb. Fragen Sie den Betrieb nach einem Zeitplan und danach, wann Strom abgeschaltet wird, damit Sie Kühlschrank und Heizung berücksichtigen können.
Darf ich Elektroarbeiten selbst machen?
Wir raten dringend davon ab. Arbeiten am Zählerschrank, an Leitungen und an Stromkreisen sollten ausschließlich durch einen Elektrofachbetrieb ausgeführt werden. Fehler können Brände, Stromschläge und Versicherungsprobleme verursachen. Zulässig sind ungefährliche Vorarbeiten wie das Ausräumen oder Abdecken von Räumen. Alles Weitere gehört in Fachhand, auch bei kleinen Reparaturen. Dies ist ein Sicherheitshinweis, keine Rechtsberatung.
Warum unterscheiden sich die Preise so stark?
Weil Zustand und Umfang so unterschiedlich sind. Ein Portal nennt für 130 Quadratmeter Wohnfläche rund 14.740 Euro, ein anderes für ein Haus mit 150 Quadratmetern 12.000 bis 22.500 Euro. Hinzu kommen Zählerschrank, Anschluss, Nacharbeiten und Ausstattung. Offizielle Preisstatistiken gibt es dafür nicht. Vergleichen Sie deshalb schriftliche Angebote mit identischem Leistungsumfang.
Quellen
- wohnglück.de: Neue Elektrik, Kosten und Preisliste 2025
- clean-invoice.com: Elektroinstallation Altbau, Kosten pro m² (Stand 03/2026)
- Meister-Job: Preise und Kalkulation für die Elektroinstallation (Stand 09/2026)
- photovoltaik.info: Zählerschrank im Altbau, Anforderungen und Kosten (Stand 05/2026)
- elektro.net: Was kostet die Elektroinstallation beim Neu- oder Umbau (2020)
- Gesetze im Internet: § 35a EStG
Alle Preise sind Orientierungsspannen aus den genannten Quellen und keine Angebote. Stand der Seite: 10/2026. Allgemeine Information, keine Steuer- oder Rechtsberatung.
