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Mehrstöckiges Wohngebäude mit Solarmodulen auf dem Dach in der Abendsonne

Was kostet eine Wärmepumpe inklusive Förderung?

Kostenspannen mit Quelle · Stand 10/2026

Kurze Antwort

Eine Wärmepumpe kostet nach Finanztip (Stand 07/2026) inklusive Einbau etwa 11.000 bis 47.000 Euro, je nach Wärmequelle. Die Bundesförderung (KfW 458) wurde zum 21. Juli 2026 neu geregelt: Die Grundförderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten, dazu kommen Boni. Die förderfähigen Kosten sind auf 28.000 Euro für die erste Wohneinheit begrenzt.

Wärmepumpen gelten als Standardlösung für klimafreundliches Heizen, kosten in der Anschaffung aber mehr als eine Gasheizung. Der Preis hängt von der Wärmequelle ab: Luft ist am einfachsten zu erschließen, Erdwärme erfordert Bohrung oder Kollektoren und ist teurer. Hinzu kommen Installation, Umbauten am Heizsystem und Betriebskosten für Strom. Die Förderung wurde im Juli 2026 neu geordnet. Seit dem 21. Juli 2026 gelten andere Fördersätze und Bedingungen als zuvor. Diese Seite zeigt Kostenspannen mit Quelle und Stand, erklärt den aktuellen Förderstand mit Datum und nennt, was Sie vor der Beauftragung beachten sollten. Die Förderung kann sich ändern, prüfen Sie den Stand vor dem Antrag bei der KfW und lassen Sie sich von Ihrem Fachbetrieb beraten. Arbeiten an Strom und Heizungsanlage gehören ausschließlich in die Hand von Fachbetrieben.

Kostenspannen für Wärmepumpen (Stand der Quellen 2026, ohne Abzug von Förderung)
LeistungSpanneQuelle
Luft-Wasser-Wärmepumpe, Gesamtkosten inklusive Einbau
€ gesamt
11.000 bis 35.000Finanztip: Kosten für eine Wärmepumpe (Stand 29.07.2026)
Stand 2026
Wärmepumpe mit Erdkollektor, Gesamtkosten
€ gesamt
11.000 bis 40.000Finanztip: Kosten für eine Wärmepumpe (Stand 29.07.2026)
Stand 2026
Wärmepumpe mit Erdsonde, Gesamtkosten
€ gesamt
11.000 bis 47.000Finanztip: Kosten für eine Wärmepumpe (Stand 29.07.2026)
Stand 2026
Gerät allein, ohne Installation
€ pro Gerät
8.000 bis 16.000Finanztip: Kosten für eine Wärmepumpe (Stand 29.07.2026)
Stand 2026
Installation, bei Erdwärme höher (Spanne je nach Quelle)
€ gesamt
3.000 bis 16.000Finanztip: Kosten für eine Wärmepumpe (Stand 29.07.2026)
Stand 2026
Umfeldarbeiten, zum Beispiel Rohrnetz, Heizkörper, Pufferspeicher
€ gesamt
400 bis 15.000Finanztip: Kosten für eine Wärmepumpe (Stand 29.07.2026)
Stand 2026
Luft-Wasser-Wärmepumpe bis 15 kW laut BKI, Neubau bis Altbau
€ pro Anlage (netto)
26.920 bis 28.270Schwäbisch Hall: Neue Heizung Kosten (BKI Q1 2026, Stand 06/2026)
Stand 2026
Stromkosten im Betrieb
€ pro Jahr
230 bis 1.400co2online: Wärmepumpe, Kosten, Funktion und Förderung 2026
Stand 2026

Wovon die Kosten abhängen

Wärmequelle

Luft-Wasser-Wärmepumpen sind am einfachsten zu installieren und decken den Großteil der Einbauten ab. Erdwärme über Kollektoren oder Sonden nutzt eine stabilere Quelle, braucht aber Fläche, Bohrungen und oft eine Genehmigung. Finanztip nennt Gesamtkosten von 11.000 bis 35.000 Euro für Luft, bis 40.000 Euro für Erdkollektoren und bis 47.000 Euro für Erdsonden. Die BKI-Mittelwerte, die Schwäbisch Hall wiedergibt, liegen für eine Luftanlage bis 15 Kilowatt netto bei rund 26.920 bis 28.270 Euro.

Zustand des Hauses und der Heizkörper

Je besser ein Haus gedämmt ist und je größer die Heizflächen sind, desto niedriger kann die Vorlauftemperatur sein und desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Finanztip weist darauf hin, dass im Altbau Rohrsystem oder einzelne Heizkörper angepasst werden müssen und ein hydraulischer Abgleich nötig ist. Diese Umfeldarbeiten kosten laut Quelle zwischen 400 und 15.000 Euro. Eine Heizlastberechnung zeigt vorab, welche Leistung und Anpassungen Ihr Haus braucht.

Installation und Anschluss

Zum Gerät kommen Montage, Hydraulik, elektrischer Anschluss, Fundament oder Aufstellort und Inbetriebnahme. Nach Finanztip kostet die Installation etwa 3.000 Euro, bei Erdwärme deutlich mehr. Der elektrische Anschluss und alle Arbeiten an der Heizungsanlage dürfen nur durch Fachbetriebe erfolgen. Klären Sie im Angebot, ob Fundament, Kondensatableitung, Schallschutz und Elektroarbeiten enthalten sind, und prüfen Sie, ob Ihr Zähler- und Sicherungskasten für die zusätzliche Last geeignet ist.

Betriebskosten

Wärmepumpen verbrauchen Strom, aber keinen Brennstoff. Laut co2online liegen die Stromkosten im Betrieb zwischen 230 und 1.400 Euro im Jahr, je nach Haus, Dämmung und Bauart. Luftwärmepumpen arbeiten meist weniger effizient als Erdwärmepumpen. Für die Wartung nennt co2online etwa 100 bis 400 Euro pro Jahr im Einfamilienhaus. Ein günstiger Stromtarif für Wärmepumpen kann die laufenden Kosten senken. Rechnen Sie Betriebskosten immer zu den Anschaffungskosten hinzu.

Förderung und Zeitpunkt

Die Förderung hat sich zum 21. Juli 2026 geändert und kann sich weiter verändern. Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab Februar 2027 halbjährlich, die förderfähigen Kosten ebenfalls. Für 2027 ist ein Bonus für in der EU gefertigte Wärmepumpen geplant. Ein späterer Einbau kann deshalb weniger Zuschuss bedeuten. Entscheiden Sie dennoch nicht aus Zeitdruck: Technik, Auslegung und Angebot müssen zu Ihrem Haus passen, nicht zum Förderkalender.

Seriös sparen

  • Lassen Sie vor dem Kauf eine Heizlastberechnung und eine Energieberatung durchführen. Zu groß oder zu klein ausgelegte Geräte kosten dauerhaft Geld.
  • Vergleichen Sie mehrere Angebote von Fachbetrieben, die Gerät, Montage, Hydraulik, Elektroanschluss und Inbetriebnahme einzeln ausweisen.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie die Förderbedingungen kennen, bevor Sie einen Liefer- und Leistungsvertrag unterschreiben. Laut Stiftung Warentest nur mit Bedingung der Förderzusage.
  • Verbessern Sie, wo möglich, die Dämmung oder tauschen Sie einzelne Heizkörper. Das senkt Vorlauftemperatur und Stromverbrauch.

Förderung und Steuer

Förderstand 10/2026, gültig seit 21.07.2026 (KfW-Programm 458): Die Grundförderung beträgt 30 Prozent, der Klimageschwindigkeitsbonus 16 Prozent und sinkt ab Februar 2027 halbjährlich. Der Einkommensbonus liegt bei höchstens 30.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen bei 40 Prozent, bis 40.000 Euro bei 30 Prozent und bis 50.000 Euro bei 10 Prozent. Mit mindestens einem minderjährigen Kind zählt das Einkommen einmalig um 10.000 Euro niedriger. Förderfähig sind höchstens 28.000 Euro für die erste Wohneinheit. Insgesamt sind höchstens 70 Prozent der Kosten möglich, für Selbstnutzer mit niedrigem Einkommen 80 Prozent. Bitte beachten Sie: Dies ist ein allgemeiner Überblick, kein Förderbescheid. Maßgeblich sind die aktuellen Richtlinien der KfW.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Förderung für eine Wärmepumpe seit Juli 2026?

Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Sätze: 30 Prozent Grundförderung, 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus und ein Einkommensbonus zwischen 10 und 40 Prozent, abhängig vom zu versteuernden Haushaltseinkommen. Die Gesamtförderung ist auf 70 Prozent der Kosten gedeckelt, für Selbstnutzer mit niedrigem Einkommen auf 80 Prozent. Finanztip nennt als Höchstzuschuss 22.400 Euro. Ihr Anspruch hängt von den Voraussetzungen im Einzelfall ab.

Wann sinken die Fördersätze?

Nach dem Bundeswirtschaftsministerium sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus alle sechs Monate um vier Prozentpunkte und entfällt ab Mitte 2028. Zudem sinken die förderfähigen Kosten von 28.000 Euro schrittweise um 750 Euro halbjährlich. Ab dem ersten Quartal 2027 soll ein Bonus für in der EU hergestellte Wärmepumpen kommen, für andere Geräte sinkt dann die Grundförderung auf 15 Prozent. Einzelheiten stehen noch aus.

Wo beantrage ich die Förderung?

Die Heizungsförderung wird über die KfW abgewickelt, Programm Zuschuss 458. Welche Geräte förderfähig sind, zeigt das Wärmeerzeuger-Portal des BAFA. Laut Stiftung Warentest sollte der Liefer- und Leistungsvertrag nur unter der Bedingung einer Förderzusage abgeschlossen werden. Klären Sie Antragstellung und Fristen mit Ihrem Fachbetrieb und prüfen Sie die aktuellen Regeln auf der Seite der KfW.

Wer darf die Wärmepumpe installieren?

Nur ein Fachbetrieb, der Heizung, Hydraulik und Elektrik fachgerecht ausführt. Der Anschluss an das Stromnetz und Arbeiten am Sicherungskasten dürfen nur durch eine Elektrofachkraft erfolgen. Eigenleistung beschränkt sich auf ungefährliche Vorarbeiten wie das Freiräumen des Aufstellorts. Fragen Sie nach Referenzen, Zulassungen für die Förderung und einer schriftlichen Dokumentation der Inbetriebnahme.

Alle Preise sind Orientierungsspannen aus den genannten Quellen und keine Angebote. Stand der Seite: 10/2026. Allgemeine Information, keine Steuer- oder Rechtsberatung.