Raumausstatter gestalten Räume mit Bodenbelägen, Wand- und Deckenbekleidungen, Gardinen, Sonnenschutz und Polstermöbeln. Sie beraten zu Farben, Stoffen und Materialien, messen auf, verlegen Teppich, Vinyl und Linoleum, nähen Dekorationen und beziehen Polster neu. Kunden beauftragen sie für Wohnungen, Praxen und Büros.
Typische Aufgaben
- Böden wie Teppich, Vinyl und Linoleum verlegen
- Wände und Decken tapezieren und bekleiden
- Gardinen, Raffrollos und Dekorationen nähen
- Sicht- und Sonnenschutzanlagen montieren
- Polstermöbel aufarbeiten und neu beziehen
- Räume nach Kundenwünschen gestalten und beraten
- Untergründe prüfen und vorbereiten
Wann Sie diesen Betrieb brauchen
Sie wenden sich an einen Raumausstatter, wenn Sie neue Böden, Gardinen, Tapeten oder Sonnenschutz brauchen, ein Sofa oder Stuhl neu bezogen werden soll oder ein Raum als Ganzes umgestaltet wird. Er berät zu Material, Farbe, Pflege und Brandschutz, nimmt Maß vor Ort und prüft, ob der Untergrund für den Belag geeignet ist. Auch Fahrzeuginnenräume, Yachten oder historische Möbel werden teils von spezialisierten Raumausstattern betreut. Gewerbliche Kunden wie Hotels, Praxen, Büros, Gaststätten und Pflegeeinrichtungen lassen größere Flächen ausstatten und achten auf Anforderungen an Brandschutz und Beanspruchung. Planen Sie für Stoffbestellung und Näharbeiten Vorlauf ein, und klären Sie vorab, wer Möbel räumt und alte Beläge entsorgt. Fragen Sie auch nach Pflegehinweisen für Beläge und Stoffe.
Abgrenzung zu anderen Gewerken
Der Raumausstatter verbindet Bodenbelag, Dekoration, Sonnenschutz und Polsterei. Der Parkettleger verlegt Holzböden, der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger Fliesen und Naturstein, der Estrichleger stellt den Unterboden her. Der Maler und Lackierer streicht und tapeziert Wände, der Tischler fertigt Möbel, Türen und Holzteile, die der Raumausstatter polstert oder bezieht. Sattler und Polsterbetriebe bieten teils ebenfalls Polsterarbeiten an. Rollläden, Markisen und Raffstoren montiert der Rollladen- und Sonnenschutztechniker. Fragen Sie im Angebot nach, wer Untergrund, Sockelleisten und Türanpassungen übernimmt und welche Stoffe und Beläge für Ihre Nutzung geeignet sind. Bei Gewerbeobjekten sind Brandschutzanforderungen an Textilien und Beläge zu beachten.
Verwandte Gewerke: Parkettleger, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Estrichleger, Maler und Lackierer, Tischler, Rollladen- und Sonnenschutztechniker
Meisterpflicht und Eintragung
Raumausstatter ist ein zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A der Handwerksordnung. Wer einen Betrieb selbständig führen will, muss in die Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer eingetragen sein. In der Regel ist dafür die Meisterprüfung oder eine gleichwertige Qualifikation nötig. Für dieses Handwerk gilt die Zulassungspflicht seit 2020 wieder, nachdem sie zuvor entfallen war. Ausnahmen prüft die Kammer im Einzelfall. Ein Betrieb kann auch eingetragen werden, wenn sein Betriebsleiter die Voraussetzungen erfüllt, ohne dass der Inhaber selbst Meister sein muss. Das ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.
Ausbildung
| Ausbildungsberuf | Raumausstatter/Raumausstatterin |
|---|---|
| Dauer | 3 Jahre |
| Quelle | bibb.de |
Woran Sie einen seriösen Betrieb erkennen
- Fragen Sie nach der Eintragung in die Handwerksrolle und lassen Sie sich Referenzen und Materialmuster zeigen, bevor Sie sich entscheiden.
- Lassen Sie sich ein schriftliches Angebot mit Flächen, Materialien, Untergrundvorbereitung, Montage, Entsorgung und Terminen geben.
- Klären Sie bei Gewerbeobjekten die Anforderungen an Brandschutz, Beanspruchung und Pflege und lassen Sie sich Nachweise zu den Materialien nennen.
Raumausstatter & Polsterer in großen Städten
- Raumausstatter & Polsterer Berlin
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- Raumausstatter & Polsterer Freiburg im Breisgau
Häufige Fragen
Ist Raumausstatter meisterpflichtig?
Ja. Raumausstatter steht in Anlage A der Handwerksordnung und ist zulassungspflichtig. Für die selbstständige Ausübung ist die Eintragung in die Handwerksrolle nötig, in der Regel mit Meisterbrief.
Was macht ein Raumausstatter?
Raumausstatter gestalten Räume mit Bodenbelägen, Wand- und Deckenbekleidungen, Gardinen, Sonnenschutz und Polstermöbeln. Sie beraten zu Farben, Stoffen und Materialien, messen auf, verlegen Teppich, Vinyl und Linoleum, nähen Dekorationen und beziehen Polster neu. Kunden beauftragen sie für Wohnungen, Praxen und Büros.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung zum Beruf Raumausstatter/Raumausstatterin dauert 3 Jahre.
Rechtsgrundlage: Handwerksordnung, Anlage A. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 10/2026.
