Parkettleger verlegen, schleifen, versiegeln, ölen und restaurieren Parkett, Holz- und Korkböden. Sie prüfen und bereiten den Untergrund vor, wählen Holzart und Verlegeart passend zum Raum aus und bearbeiten Oberflächen. Kunden beauftragen sie für Neuverlegung, Renovierung und Aufarbeitung von Holzböden in Wohnung und Gewerbe. Auch Pflegehinweise gehören zur Beratung.
Typische Aufgaben
- Parkett und Holzdielen verlegen
- Kork- und Fertigböden einbauen
- Untergründe prüfen und vorbereiten
- Böden schleifen, ölen und versiegeln
- Alte Parkettböden restaurieren und ausbessern
- Sockelleisten und Übergänge montieren
- Bauphysikalische Anforderungen wie Feuchte beachten
Wann Sie diesen Betrieb brauchen
Ein Parkettleger ist gefragt, wenn ein Holzboden neu verlegt werden soll, ein bestehender Boden zerkratzt, abgenutzt oder fleckig ist, Fugen klaffen oder Dielen knarren. Auch beim Aufarbeiten von Altbauparkett, beim Umbau mit neuem Bodenaufbau oder bei Feuchteschäden an Holzböden ist er der richtige Ansprechpartner. Er prüft die Feuchte des Untergrunds, die Eignung bei Fußbodenheizung und die passende Holzart, Oberfläche und Pflege. Gewerbliche Kunden beauftragen Parkettleger für Büros, Läden, Hotels, Sporthallen und Gastronomiebetriebe, in denen Böden stark beansprucht werden. Wer renoviert, klärt den Termin mit Estrichleger und Maler, damit der Boden in der richtigen Reihenfolge entsteht. Fragen Sie nach der Pflege und den Reinigungsmitteln, die zum gewählten Boden passen.
Abgrenzung zu anderen Gewerken
Der Parkettleger arbeitet mit Holz- und Korkböden. Der Estrichleger stellt den Unterboden her, auf den der Parkettleger arbeitet, und stimmt sich bei Fußbodenheizungen mit ihm ab. Der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger verlegt keramische Beläge und Naturstein, der Raumausstatter oder Bodenleger Teppich, Vinyl und Linoleum. Der Tischler fertigt Möbel, Treppen und Holzverkleidungen, der Maler und Lackierer streicht Wände und Holzflächen. Der Zimmerer baut Holzkonstruktionen am Gebäude und manche Dielen im Außenbereich. Klären Sie im Angebot, wer die Randfugen, Sockelleisten und Türanpassungen ausführt und ob der alte Belag entsorgt wird.
Verwandte Gewerke: Estrichleger, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Raumausstatter, Tischler, Maler und Lackierer, Zimmerer
Meisterpflicht und Eintragung
Parkettleger ist ein zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A der Handwerksordnung. Wer einen Betrieb selbständig führen will, muss in die Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer eingetragen sein. In der Regel setzt das die Meisterprüfung oder eine gleichwertige Qualifikation voraus. Für dieses Handwerk gilt die Zulassungspflicht seit 2020 wieder, auch wenn es zwischenzeitlich zulassungsfrei war. Über Ausnahmen entscheidet die Kammer im Einzelfall. Für die Eintragung kann die Qualifikation des Betriebsleiters genügen. Der Inhaber muss die Meisterprüfung dann nicht selbst abgelegt haben. Das ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.
Ausbildung
| Ausbildungsberuf | Parkettleger/Parkettlegerin |
|---|---|
| Dauer | 3 Jahre |
| Quelle | bibb.de |
Woran Sie einen seriösen Betrieb erkennen
- Fragen Sie nach der Eintragung in die Handwerksrolle und lassen Sie sich Referenzen für Parkett im Altbau, auf Fußbodenheizung oder in stark genutzten Räumen zeigen.
- Lassen Sie sich ein schriftliches Angebot mit Holzart, Verlegeart, Untergrundvorbereitung, Oberflächenbehandlung, Sockelleisten und Entsorgung geben.
- Klären Sie, ob der Betrieb die Feuchte des Untergrunds misst und dokumentiert, bevor er verlegt, und wie lange der Boden nach dem Verlegen geschont werden muss.
Bodenleger & Parkett in großen Städten
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Häufige Fragen
Ist Parkettleger meisterpflichtig?
Ja. Parkettleger steht in Anlage A der Handwerksordnung und ist zulassungspflichtig. Für die selbstständige Ausübung ist die Eintragung in die Handwerksrolle nötig, in der Regel mit Meisterbrief.
Was macht ein Parkettleger?
Parkettleger verlegen, schleifen, versiegeln, ölen und restaurieren Parkett, Holz- und Korkböden. Sie prüfen und bereiten den Untergrund vor, wählen Holzart und Verlegeart passend zum Raum aus und bearbeiten Oberflächen. Kunden beauftragen sie für Neuverlegung, Renovierung und Aufarbeitung von Holzböden in Wohnung und Gewerbe. Auch Pflegehinweise gehören zur Beratung.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung zum Beruf Parkettleger/Parkettlegerin dauert 3 Jahre.
Rechtsgrundlage: Handwerksordnung, Anlage A. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 10/2026.
