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Hände führen einen Handhobel über ein Holzstück in der Werkstatt

Zimmerer: Aufgaben, Meisterpflicht, Ausbildung

Handwerksordnung Anlage A, Nr. 3 · zulassungspflichtig

Was macht ein Zimmerer?

Zimmerer fertigen und montieren Konstruktionen aus Holz. Sie bauen Dachstühle, Holzhäuser und Holzrahmenwände, errichten Aufstockungen, Carports und Gauben und sanieren Fachwerk. Auch Dämmung, Treppen und Terrassen aus Holz gehören zum Handwerk. Kunden beauftragen sie, wenn tragende Holzteile geplant oder repariert werden sollen. Viele Betriebe bieten auch Holzschutz und Reparaturen an.

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Typische Aufgaben

  • Dachstühle abbinden und aufstellen
  • Holzrahmen- und Holzhausbau ausführen
  • Aufstockungen und Gauben errichten
  • Fachwerk sanieren und instand setzen
  • Carports, Terrassen und Balkone aus Holz bauen
  • Dämmung in Dach und Decke einbringen
  • Holzschutz und Bauteilreparaturen ausführen

Wann Sie diesen Betrieb brauchen

Ein Zimmerer ist gefragt, wenn ein Dachstuhl erneuert, ein Dach ausgebaut oder ein Haus aufgestockt werden soll. Auch für Holzhäuser, Anbauten in Holzbauweise, Carports, Pergolen und Holzterrassen ist er der richtige Ansprechpartner. Bei Altbauten kommt er zum Einsatz, wenn Balken, Sparren oder Fachwerk durch Feuchtigkeit oder Schädlinge beschädigt sind und ein Fachmann sie beurteilen soll. Dachgauben, Dachflächenfenster und eine Dämmung von Dach und oberster Geschossdecke gehören ebenfalls häufig zum Auftrag. Gewerblich beauftragen Landwirte, Gastronomen und Bauträger Zimmerer für Hallen, Ställe, Überdachungen oder Holzfassaden. Bei tragenden Teilen gehört meist ein Statiker dazu. Auch kleinere Reparaturen, etwa am Dachüberstand oder an Balkonbalken, werden häufig von Zimmerern ausgeführt.

Abgrenzung zu anderen Gewerken

Der Zimmerer baut die Holzkonstruktion des Dachs, der Dachdecker deckt und dichtet es darüber ab. In vielen Fällen arbeiten beide eng zusammen, manche Unternehmen bieten beides an. Der Tischler fertigt dagegen Möbel, Fenster, Türen und Innenausbau meist in der Werkstatt, während der Zimmerer auf der Baustelle am Gebäude arbeitet. Massivbau aus Stein und Beton übernimmt der Maurer und Betonbauer, Putz und Trockenbau der Stuckateur. Die Gerüstbauer stellen die Arbeitsgerüste. Prüfen Sie im Angebot, wer die Dacheindeckung, wer Dämmung und Innenverkleidung und wer das Gerüst verantwortet. Fragen Sie nach, ob Holzschutz und Brandschutzanforderungen im Preis enthalten sind.

Verwandte Gewerke: Dachdecker, Tischler, Maurer und Betonbauer, Stuckateure, Gerüstbauer

Meisterpflicht und Eintragung

Der Zimmerer zählt zu den zulassungspflichtigen Handwerken der Anlage A. Wer einen Zimmerbetrieb selbständig führen möchte, muss in die Handwerksrolle der Handwerkskammer eingetragen sein. Üblicherweise wird dafür die Meisterprüfung oder eine gleichwertige Qualifikation verlangt. Gerade bei tragenden Holzbauteilen ist dieser fachliche Nachweis für Kunden wichtig. Ausnahmen für bestimmte Fälle prüft die Kammer im Einzelfall. Maßgeblich ist, dass der Betriebsleiter die Voraussetzungen der Handwerksordnung erfüllt. Inhaber und Betriebsleiter können verschiedene Personen sein. Das ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.

Ausbildung

AusbildungsberufZimmerer/Zimmerin
Dauer3 Jahre
Quellebibb.de

Woran Sie einen seriösen Betrieb erkennen

  • Lassen Sie sich die Eintragung in die Handwerksrolle bestätigen, zum Beispiel über die zuständige Handwerkskammer, bevor Sie den Auftrag vergeben.
  • Fragen Sie, wer bei tragenden Bauteilen Statik und Bauantrag begleitet und welche Leistungen im Angebot enthalten sind, etwa Gerüst, Entsorgung und Holzschutz.
  • Fordern Sie Referenzprojekte in vergleichbarer Bauweise an, etwa Dachstühle, Aufstockungen oder Holzrahmenbau, und achten Sie auf nachvollziehbare Materialangaben.
Sicherheit

Dachstühle, Balken und andere tragende Holzteile dürfen nur nach Planung und Statik und durch einen Fachbetrieb verändert werden. Arbeiten nur durch Fachbetrieb.

Zimmerer in großen Städten

Häufige Fragen

Ist Zimmerer meisterpflichtig?

Ja. Zimmerer steht in Anlage A der Handwerksordnung und ist zulassungspflichtig. Für die selbstständige Ausübung ist die Eintragung in die Handwerksrolle nötig, in der Regel mit Meisterbrief.

Was macht ein Zimmerer?

Zimmerer fertigen und montieren Konstruktionen aus Holz. Sie bauen Dachstühle, Holzhäuser und Holzrahmenwände, errichten Aufstockungen, Carports und Gauben und sanieren Fachwerk. Auch Dämmung, Treppen und Terrassen aus Holz gehören zum Handwerk. Kunden beauftragen sie, wenn tragende Holzteile geplant oder repariert werden sollen. Viele Betriebe bieten auch Holzschutz und Reparaturen an.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung zum Beruf Zimmerer/Zimmerin dauert 3 Jahre.

Rechtsgrundlage: Handwerksordnung, Anlage A. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 10/2026.