Dachdecker decken Dächer ein, dichten Flachdächer ab und bauen Dachfenster, Dämmung und Entwässerung ein. Sie reparieren Sturmschäden und undichte Stellen, bekleiden Fassaden und montieren Unterkonstruktionen für Solaranlagen. Kunden beauftragen sie, wenn ein Dach undicht ist, saniert oder neu gedeckt werden soll.
Typische Aufgaben
- Dächer mit Ziegeln oder Schiefer eindecken
- Flachdächer abdichten und begrünen
- Dachfenster und Gauben einbauen
- Dämmung auf und unter dem Dach einbringen
- Dachrinnen und Fallrohre montieren
- Sturmschäden und Undichtigkeiten reparieren
- Fassaden mit Schiefer oder Metall bekleiden
Wann Sie diesen Betrieb brauchen
Rufen Sie einen Dachdecker, wenn es durchregnet, Ziegel verrutscht sind oder fehlen, Dachrinnen schadhaft sind oder nach einem Sturm Schäden sichtbar werden. Auch bei Dachsanierung, Neueindeckung, Dachdämmung und dem Einbau von Dachfenstern ist er der Fachmann. Wer eine Photovoltaikanlage plant, lässt häufig die Dachhaut prüfen und die Unterkonstruktion montieren. Für den Stromanschluss ist ein Elektrofachbetrieb nötig. Gewerbliche Kunden brauchen Dachdecker für Flachdächer auf Hallen, Gewerbeobjekten und Mehrfamilienhäusern, etwa für Abdichtung, Wartung und Begrünung. Bei Verdacht auf einen Schaden hilft eine Begutachtung vor Ort, damit der Umfang vor dem Angebot klar ist. Im Frühjahr und nach Unwettern sind Betriebe oft gut ausgelastet, planen Sie Sanierungen deshalb rechtzeitig. Fragen Sie auch nach einer Notsicherung, falls Wasser bereits ins Haus eindringt.
Abgrenzung zu anderen Gewerken
Der Dachdecker ist für die äußere Dachhaut zuständig, der Zimmerer für die tragende Holzkonstruktion darunter. Beide arbeiten oft zusammen. Klempner fertigen Dachentwässerung, Verwahrungen und Blecharbeiten, viele Dachdeckerbetriebe führen diese Arbeiten aber ebenfalls aus. Die Wärmedämmung der Fassade übernehmen eher Stuckateure oder Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer, den Anstrich der Maler und Lackierer. Für Arbeiten in großer Höhe stellt der Gerüstbauer das Gerüst, Elektroarbeiten an Solaranlagen erledigt der Elektrotechniker. Fragen Sie im Angebot, welche dieser Leistungen enthalten sind und welche Sie zusätzlich beauftragen müssen. Ein Zimmerer wird nur dann zusätzlich nötig, wenn der Dachstuhl selbst repariert werden muss.
Verwandte Gewerke: Zimmerer, Klempner, Gerüstbauer, Stuckateure, Elektrotechniker
Meisterpflicht und Eintragung
Dachdecker ist ein zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A der Handwerksordnung. Selbständige Betriebe müssen in der Handwerksrolle der Handwerkskammer stehen. Dazu ist in der Regel die Meisterprüfung erforderlich oder eine als gleichwertig anerkannte Qualifikation. Das schützt Kunden bei Arbeiten, bei denen Dichtheit und Standsicherheit des Daches von der fachgerechten Ausführung abhängen. Ausnahmen bestimmt die Handwerkskammer im Einzelfall. Ein Betrieb kann auch eingetragen werden, wenn sein Betriebsleiter die Voraussetzungen erfüllt, ohne dass der Inhaber selbst Meister sein muss. Das ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.
Ausbildung
| Ausbildungsberuf | Dachdecker/Dachdeckerin |
|---|---|
| Dauer | 3 Jahre |
| Quelle | bibb.de |
Woran Sie einen seriösen Betrieb erkennen
- Fragen Sie nach der Eintragung in die Handwerksrolle und danach, ob der Betrieb seine Arbeiten schriftlich dokumentiert, zum Beispiel mit Fotos vor und nach der Reparatur.
- Lassen Sie den Schaden vor Ort ansehen und verlangen Sie ein schriftliches Angebot mit Material, Umfang und Gerüstkosten, bevor Arbeiten beginnen.
- Seien Sie vorsichtig bei Betrieben, die ungefragt an der Haustür Arbeiten anbieten, auf eine sofortige Entscheidung drängen oder Barzahlung im Voraus verlangen.
Dachdecker in großen Städten
- Dachdecker Berlin
- Dachdecker Hamburg
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- Dachdecker Bochum
- Dachdecker Wuppertal
- Dachdecker Bonn
Häufige Fragen
Ist Dachdecker meisterpflichtig?
Ja. Dachdecker steht in Anlage A der Handwerksordnung und ist zulassungspflichtig. Für die selbstständige Ausübung ist die Eintragung in die Handwerksrolle nötig, in der Regel mit Meisterbrief.
Was macht ein Dachdecker?
Dachdecker decken Dächer ein, dichten Flachdächer ab und bauen Dachfenster, Dämmung und Entwässerung ein. Sie reparieren Sturmschäden und undichte Stellen, bekleiden Fassaden und montieren Unterkonstruktionen für Solaranlagen. Kunden beauftragen sie, wenn ein Dach undicht ist, saniert oder neu gedeckt werden soll.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung zum Beruf Dachdecker/Dachdeckerin dauert 3 Jahre.
Rechtsgrundlage: Handwerksordnung, Anlage A. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 10/2026.
